Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

20.08.2021

# Gestaltung

Kreativ Kontakte knüpfen

Linda Müntener
Linda Müntener
Kommunikation / BM-Vorbereitung
Lesezeit

Vor ihrem ersten eigentlichen Schultag lernen sich die neuen Studierenden unserer HF Lehrgänge Interactive Media Design, Industrial Design und Visuelle Gestaltung kennen – auf eine etwas andere Art und Weise. 

«Think outside the box» ist das Credo unserer HF Lehrgänge in der Schule für Gestaltung. Das setzen wir schon zum Beginn des neuen Schuljahres in die Tat um. Und verlassen für den Startschuss der Lehrgänge Interactive Media Design, Industrial Design und Visuelle Gestaltung unser Schulhaus. In der Innovationsschmiede Startfeld im Westen der Stadt St.Gallen treffen die über 30 Studierenden erstmals aufeinander. 

«Am heutigen Tag sollt ihr gemeinsam in diese neue Welt eintauchen», sagt Kathrin Lettner, Leiterin der Schule für Gestaltung. Der Anlass findet bewusst vor dem eigentlichen Unterricht statt, damit die Studierenden vorab ein Gespür füreinander bekommen. Dabei soll es nicht nur um Organisatorisches gehen, sondern vor allem um Persönliches. Und zwar lehrgangsünbergreifend. Denn: «Ihr werdet immer wieder auch in Projekten zusammenarbeiten.» Einen Rat gibt's schon zu Beginn: «Freundet euch mit den Industrial Designerinnen und Designern an - das sind die Chefs der Werkstatt.»  

Schulleiterin Kathrin Lettner begrüsst die neuen Studierenden.

Kennenlernen statt Kaltstart

Der zweitägige Workshop wird von Susanne Schinko-Fischli und Claudius Fischli geleitet. Die beiden ausgebildeten Psychologen trainieren unter anderem Teams im Bereich Kommunikation, Organisation und Entwicklung. Das Ziel des Anlasses zum Lehrgangsstart: Die Studierenden nähern sich einander in kürzester Zeit an, knüpfen Kontakte, lernen Hintergründe kennen und legen damit den Grundstein für ihre Zusammenarbeit. In Improvisationsübungen kommt dabei auch die Kreativität nicht zu kurz. «Je mehr ihr dabei reingebt, desto mehr kommt raus», sagt Claudius Fischli. 

 

Frage um Frage zum Ziel

Nach der ersten Vorstellungsrunde, in der dank einer imaginären Landkarte am Boden sichtbar wird, woher jede/r kommt, geht's in einen intensiveren Teil. Auf dem Programm stehen sogenannte Mini Labs. Die Studierenden teilen sich in Gruppen auf und beantworten einander Fragen in einer festgelegten Reihenfolge, innert vorgegebener Zeit. Es sind ungewohnte Fragen: Welche persönlichen Eigenschaften mag ich an mir überhaupt nicht? Worauf bin ich hingegen stolz? Was ist mein erster Eindruck von dir? Welche Erinnerungen habe ich an meinen allerersten Schultag? Der Trick dabei: Je ehrlicher die Antworten, desto interessanter und produktiver für die Kleingruppe.

Über eine Stunde lang tauschen sich die Studierenden aus, die Stimmung ist locker und gelöst. Am Schluss wird ausgewertet und präsentiert, wie offen man zueinander war und wie dies die Teambildung unterstützt hat. Ein vielversprechender Startschuss für die kommenden drei Jahre.