Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

08.05.2020

# Gestaltung

Unterricht lebt vom Austausch

Angelina Donati
Angelina Donati
Social Media Verantwortliche
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Ob nun die Fächer Farbe, Form oder das Fach Bildnerisches Gestalten

Wie geht das Unterrichten bei diesen Fächern ohne Schulzimmer überhaupt voran? Mit dem Programm Teams sei ein Tool gefunden worden, das sich einheitlich durch alle Fächer ziehe, und das sich von allen Lehrpersonen und Schülern nutzen lasse, sagt Andrea Corciulo. Er ist sowohl am Gestalterischen Vorkurs Jugendliche an der Schule für Gestaltung St.Gallen tätig als auch am Berufsvorbereitungsjahr der Brückenangebote am GBS St.Gallen.

Insgesamt sind es 54 Schülerinnen und Schüler, die er unterrichtet. Seit der Zeit nach den Frühlingsferien werde ausserdem das Aufgabentool genutzt, das die digitale Handhabung massgeblich weiter erleichtere. Auch trotz Fernunterricht bleibt der Stundenplan wie gehabt. Das sei insbesondere auch wichtig für die Tagesstruktur jedes Einzelnen. Dennoch: «Für unsere Fächer ist der Fernunterricht nicht ideal», sagt Andrea Corciulo. Die Atelieratmosphäre fehle gänzlich. Da mit Materialen gearbeitet werde, und nun eben von zuhause aus, sind die Bedingungen anders und nicht mehr einheitlich. «Es ist nicht derselbe Unterricht, wie wir ihn kennen. Denn dieser lebt vom gegenseitigen Austausch.» Der Umgang und die Zusammenarbeit untereinander fehle den Schülern, weiss ihr Lehrer. «Die Verbundenheit der Klasse ist sehr stark», erzählt er über den Gestalterischen Vorkurs Jugendliche. Bestimmt aber hätten alle das Beste aus der Situation herausgeholt. Und die Erfahrung Fernunterricht habe die Schüler gelernt, sich selbst zu managen, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren und auch für sich selbst verantwortlich zu sein. Andrea Corciulo freut sich, dass die Schüler stets motiviert mitarbeiten und an ihren Werken dranbleiben. Und er hat auch einen Tipp, wenn es mal nicht so rund läuft: «Einfach mal rausgehen in die Natur, einen kleinen Spaziergang machen und frische Luft einatmen.» So komme man schnell wieder auf neue Gedanken. Und natürlich dürfen auch die Lehrpersonen im Teams ungeniert «angechattet» werden, wie es ja von Schülern bereits gemacht wird – sie stehen den Schülern gerne zur Verfügung und helfen ihnen gerne weiter.