Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

12.11.2022

# Gestaltung

Adventskalender 2022

Lesezeit

24 Türchen, 24 Motive und eins extra dazu: Beim Adventskalender der Schule für Gestaltung gibt es jeden Tag eine kreative Zeichenaufgabe zu lösen. Und: Etwas zu gewinnen. 

Alle, die mitmachen und ihr Werk auf Instagram oder Facebook unter dem Hashtag #gbsadventskalender teilen, bekommen eine kleine Überraschung. Oder du schickst uns dein Werk per Mail.

Zusätzlich verlosen wir unter allen Werken einen Hauptpreis.

Viel Glück und viel Spass!

Türchen 25: Bonus

Sicher hast du deine Arbeiten, die du in den letzten Wochen gemacht hast, gesammelt. Breite sie vor dir aus. Hast du heute einen anderen Blick drauf? Springt dir etwas ins Auge? Erkennst Stilelemente, die sich wiederholen? Hake nach, setze nochmals ein, da wo du denkst, es ist noch mehr „Fleisch am Knochen“. Du kannst eine Aufgabe wiederholen, in einer anderen Technik lösen, eine Geschichte weiterzeichnen, in die Abstraktion gehen, einzelne Formen herauslösen und etwas Neues damit gestalten …
Viel Spass und bis bald am GBS!
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Türchen 24: Kleine Meditation zum Feste

Nimm ein Blatt, einen Bleistift und einen kleinen runden, nicht zu leichten Gegenstand (Münze, Knopf, flacher Kieselstein o.ä.). Schiebe dein Objekt nun mit dem Bleistift in zügigem Tempo vor dir her. Halb wirst du ihn lenken können, halb wirst du ihm folgen müssen. Versuch, locker zu bleiben …
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Türchen 23: Recycling einmal anders

Stell die Papiertasche von deinem letzten Weihnachtseinkauf vor dich hin. Zeichne mit einem Stift die Aussenformen. Beachte die Zwischenräume bei den Henkeln, zeichne die Falten. Bleib mit dem Stift immer auf dem Papier. Wechsle nun die Ansicht oder falte die Tasche zusammen. Es lassen sich unzählige verschiedene Formen skizzieren.
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Türchen 22: Knister Knister

Bestimmt hast du irgendwo eine Blisterpackung. Platziere sie so vor dir oder verbiege sie so, dass der Lichteinfall deutliche helle und dunkle Flächen zeichnet. Mit einem Fineliner oder Kugelschreiber legst du nun Schraffuren an. Gehe dabei Schrittweise vor, indem du nach und nach durch Überlagerung der Linien verdichtest. Tipp: Bestimme zuerst die hellsten Stellen, die lässt du weiss! 
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Türchen 21: Märchen

Erinnere dich an ein Märchen, das dich als Kind besonders beeindruckt hat. Tauche gedanklich nochmals in die Geschichte ein und versuche, ihre Atmosphäre in einer Farbstimmung zu sehen. Bevor du nun malst oder zeichnest, erstelle deine Farbpalette: Mische die Farben, oder wähle die Farbstifte aus, die du verwenden willst. Beschränke dich auf vier bis fünf Farben. Du kannst dein Märchen ganz konkret oder auch abstrakt umsetzen.
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Türchen 20: Gib Guzzi!

Such dir einen komplizierten Gegenstand. Einen, bei dem du gar nicht damit rechnest, dass du ihn zeichnerisch in den Griff kriegst. Ohne grosse Erwartungen kannst du nun ganz entspannt beginnen: Starte in der Mitte und arbeite dich zügig nach aussen vor. Ergänze einfach fortlaufend in alle Richtungen, wie bei einem Puzzle. Kann sein, dass die Proportionen etwas aus dem Ruder laufen, aber das Resultat wird sicher besser als du denkst.
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Türchen 19: Zum Diktat, bitte!

Heute brauchst du zwei Räume. In einem Raum zeichnest du, im zweiten Raum steht dein Modell. Als solches wählst du einen nicht zu komplizierten Gegenstand, der aber schon ein paar interessante Details haben darf. Schau ihn nun genau an, so lange du willst. Anschliessend wechselst du zu deinem Zeichnungsplatz und zeichnest, was du beobachtet hast. Du darfst so oft in den anderen Raum gehen und deinen Gegenstand anschauen, wie du willst. Nur liegen lassen musst du ihn, denn genau darauf kommt es an: Dass du dir das Beobachtete merkst!
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Türchen 18: Kennen wir uns?

Das jährliche Selbstporträt – heute mit Verkleidung! Suche dir ein Accessoire – Hut, Sonnenbrille, Tuch oder gar einen Samichlausbart und setze dich damit vor einen Spiegel. Wie verändert es dich? Welche Technik würde sich für die Umsetzung eignen? Ganz cool in Schwarz-Weiss? Bunt, wie einem Gemälde entsprungen? Oder wird nur Kohle diesem Charakterkopf gerecht?
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Türchen 17: Stillleben monochrom

Nach welcher Farbe steht dir heute der Sinn? Schau dich bei dir zuhause um – was findest du alles in dieser Farbe? Trage deine Fundsachen zusammen und arrangiere ein Stillleben. Und jetzt? Du kannst es fotografieren, malen, zeichnen, aus farbigem Papier eine Collage machen …
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Türchen 16: Hochstapeln

Suche in deinem Geschirrschrank nach verschiedenen Gefässen, die du in- und aufeinanderstapelst. Wie hoch, wie abenteuerlich ist dir überlassen. Setze dich so vor dein Gebilde, dass du einen seitlichen Lichteinfall hast, das gibt schön klare Licht-Schatten-Verhältnisse. Nun beobachte die Formen, Elypsen, Übergänge, mache eine lineare Bleistiftskizze. Und dann frage dich, worauf du dich fokussieren möchtest. Die Farben? Die Kontraste? Entsprechend wählst du deine Technik - Farbstift, Bleistift, Collage …
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Türchen 15: Neue Räume

Hast du irgendwo noch ein paar (alte) Postkarten (oder auch Bilder aus Zeitschriften)? Die werden jetzt mit einem Edding bearbeitet: Übermale einzelne Partien und lass Objekte, Menschen, Häuser verschwinden. So entsteht ein ganz anderer Fokus, Weiten und Tiefen tun sich auf. Vermutlich musst du in zwei, drei Durchgängen übermalen, um eine satte Deckung zu erreichen. Dazwischen trocknen lassen! Tipp: Mach ein Foto vom Ursprungsbild, so dass du die Wirkung vergleichen kannst.
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Türchen 14: Urlaubserinnerungen in Punkt und Strich

Sehnsucht nach Sonne und Meer, nach Lavendel und Sonnenblumen? Wir lassen uns von den Zeichnungen Vincent Van Goghs inspirieren und zeichnen unsere Urlaubsbilder (oder aus dem Reiseprospekt) ausschliesslich mit Punkt, Strich oder einfachen Kleinmustern. Meide jede gezeichnete Linie. Erstaunlich, wie klar die Landschaft entsteht nur mit einfachen Strukturmustern. Tipp: Einfacher geht’s, wenn du ein Transparentpapier auf deine Landschaftsvorlage legst.
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Türchen 13: Facts

Ohne Kontext können manche Zeitungssätze  äusserst anregend auf die Fantasie wirken. Lass dich von einem dieser Sätze inspirieren. Oder mach dich selber auf die Suche nach derartigen Perlen. Bevor du das erste Bild, das dir dazu einfällt, zeichnerisch umsetzt, notiere die Idee und lass den Satz noch weiter wirken. Die erste spontane Idee kann, muss aber nicht die beste sein. Erst wenn‘s dich in den Fingern kribbelt, fängst du an, zu zeichnen oder malen. In einer Technik, die dir Spass macht.
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Türchen 12: Tonwerte

Suche einen Blei- oder Farbstift, der wasserlöslich ist (erkennbar am kleinen Pinsel, der auf der Seite aufgedruckt ist). Nimm nun ein beliebiges Objekt und zeichne es zuerst mit Linien. Ergänze dann eine Schattenschraffur und vermale diese anschliessend mit Wasser. Wenn du keinen Pinsel zur Hand hast, tut es auch ein Wattestäbchen.
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Türchen 11: Die Schildkröte

Lass dich von einem (Kinder-)Gedicht inspirieren. Sehr schöne Texte finden sich bei Josef Guggenmos, wie z.B. „Die Schildkröte“. Aber auch bei Joachim Ringelnatz oder Christian Morgenstern wirst du fündig. Oder du wählst ein Kinderlied? Oder gar einen Schlager von Freddy Quinn? Durchforste deine Archive!
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Türchen 10: Reduktion

Suche dir ein Natur-Bild, das du gerne eine Weile betrachtest. Wähle nun vier Farben, mit denen du arbeiten willst – weil sie dir heute gut tun oder zur Stimmung auf dem Bild passen (Sie müssen nicht den tatsächlichen Farben im Bild entsprechen). Du kannst auch mit unterschiedlichen Stiften arbeiten – Neocolor und Farbstift, Gouache und Kugelschreiber, … wichtig sind die Farben, daraus ergibt sich dann die Technik.
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Türchen 9: Tassenstudie

Nach den Elypsenstudien widmest du dich heute einer Hell- und Dunkelstudie. Nimm eines der Objekte vom Vortag und betrachte es zuerst ausgiebig. Achte auf die Flächen: Wo sind die hellsten Bereiche? Wo die dunkelsten? Du zeichnest (oder malst – was dir lieber ist) mit zwei Farben: einer hellen und einer dunklen. Achte vor allem auf die Flächen. Evtl. lässt du die Konturlinie sogar ganz weg. Wo das meiste Licht ist, trägst du gar keine Farbe auf.
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Türchen 8: Elypsen

Runde Formen, z.B. Öffnungen von runden Gefässen, erscheinen in der Perspektive als mehr oder weniger flache Elypsen. Sie zu zeichnen erfordert genaues Hinschauen und ein bisschen Übung. Baue vor dir eine „Versuchsanordnung“ von verschiedenen runden Gefässen auf und skizziere sie mit einem Bleistift. Beginne mit feinen Hilfslinien (Mittelachse und Horizontale für jede Elypse). Ergänze dann die runden Formen und auch die Aussenform des Gefässes. Betone die wichtigen und die sichtbaren Linien zum Schluss mit einer stärkeren Linie. 
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Türchen 7: Pareidolie

So heisst das Phänomen, in allen Dingen Gesichter zu erkennen. Mach dich auf die Suche! Du kannst diese Übung zeichnerisch umsetzen oder auch fotografierend. Vielleicht begleitet dich die Gesichtersuche auch durch die Woche und du ergänzt fortlaufend. Wenn du Spass an der Sache bekommst, kannst du deine Galerie ordnen nach Kriterien deiner Wahl: Gesichtsausdrücke, Formen, Materialien ….
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Türchen 6: Minis – Figurenzeichnen ganz einfach

Du brauchst einen spitzen, schmalen Pinsel und flüssige Farbe (Aquarell/Gouache/Tusche …). Mische dir eine satte, gut flüssige Farbe. Starte mit dem Kopf – ein kleiner Strich (denk dabei an ein Komma). Gleich daran anschliessend folgt ein Klecks als Oberkörper. Bleib mit dem Pinsel gleich auf dem Blatt. Die Beine entstehen, indem du den Klecks nach unten verlängerst. Verzichte auf Füsse und Details.Lass dich von deinen zufälligen Klecksen zu unterschiedlichen Körperhaltungen inspirieren. Vorlagen: Modekataloge, Sportteil in der Zeitung.
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Türchen 5: Proportionenspiel

Such dir in deiner Küche einen Gegenstand, den du oft brauchst, aber selten genauer betrachtest. Skizziere ihn, ohne lange zu überlegen. Nun zeichnest du ihn noch einige Male und  veränderst bei jeder neuen Skizze einzelne Proportionen. Beobachte, wie sich mit jeder Skizze ein sichereres Gefühl für die (richtigen) Proportionen einstellt, gerade WEIL du sie veränderst. Wenn du denkst, dass du alle Möglichkeiten ausgelotet hast, zeichnest du deinen Gegenstand zum Abschluss noch einmal naturgetreu und vergleichst die letzte mit der ersten Skizze.
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Türchen 4: Round, round, get around …

Hast du heute Zeit und Lust auf einen Besuch im Naturmuseum? Oder hast du ein Haustier, das du (vorzugsweise beim Schlafen) studieren kannst? Oder auch einfach ein Foto eines Tieres, das dir gefällt? Beobachte seinen Körper, finde die Volumen und skizziere sie in Kreisen, die du aneinander setzt. Mit Schwung, gerne auch gross. Und vielleicht viele Studien nebeneinander auf einem Blatt. 
Beginne z.B. mit dem Rumpf und arbeite dich dann zu den anderen Körperteilen vor. In fortwährenden Kreisen kannst du die Volumen gut erfassen, auch sanft korrigieren. Zum Schluss kannst du die Kontur noch dazuzeichnen, das muss aber gar nicht sein.
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Türchen 3: Maskottchen

Suche dir eine kleine Spielfigur, ein Plüschtier oder etwas ähnliches. Mit eher groben Stiften (Neocolor, ungespitzten Farbstiften oder dicken Filzstiften) zeichnest du es ab. Versuche dabei, zu vereinfachen: Nur die wichtigsten Details werden berücksichtigt. Nun versuchst du, aus dieser vereinfachten Figur ein kleines Maskottchen abzuleiten. Welche
Partien möchtest du „übertreiben“, z.B. vergrössern oder auch verkleinern? Versuche, auch verschiedene Posen zu zeichnen.
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Türchen 2: Schau genau hin

Hast du zuhause auch diese eine Chaos-Ecke, die dich schon lange (oder täglich aufs Neue …) stört?
Christian Morgenstern schrieb: „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.“ Nun denn: Nimm ein Papier, eine stabile Unterlage und z.B. einen Kugelschreiber, setze dich vor deine (noch) ungeliebte Ecke und zeichne. Schau dabei nur wenig auf deine Zeichnung, sondern vor allem auf die „Installation“ vor dir.
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Türchen 1: Was soll ich zeichnen?

Manchmal ist es schwierig, den Einstieg ins Zeichnen zu finden. Versuch es doch mal so: Zeichne einfach, was du vor der Nase hast. Grad jetzt, ohne viel zu überlegen, mit dem was da ist: Auf der Rückseite eines Courverts, mit dem ersten Stift, den du findest. Mach eine schnelle, lineare Skizze, stelle dir ein Zeitlimit von fünf Minuten. Nichts muss fertig werden, ist nur eine kleine Aufwärmübung. Es sei denn, es entwickelt sich mehr daraus … Das ist dann auch ok :)
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