Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

22.11.2021

# Gestaltung

Exkursion: Von Steinbruch zu Steinbruch

Urs Lauber
Urs Lauber
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Die Lernenden der Steinberufe 2., 3. und 4. Lehrjahr haben kürzlich vier Steinbrüche in der Region Ostschweiz und Zürichsee besucht.

An jedem Abbauort wurden sie von den jeweiligen Betreibern bzw. Eigentümern durch den Steinbruch geführt. Sehr interessant war zu erfahren, inwiefern sich die Abbaumethoden und die Gesteine voneinander unterscheiden.

Im frühen Morgennebel führte Christian Bärlocher durch den grossen Bruch von Meeresmolasse in Rorschacherberg. Dann zeigte Urs Schmitt seinen kleinen Sandsteinbruch für den Eigenbedarf «Lochmüli» bei Teufen. Nach der Fahrt über den Ricken hiess Thomas Müller die Lernenden willkommen. Hier bei Eschenbach wird der monolithische, kompakte Sandstein in einem spektakulären Schacht in 60 Metern Tiefe abgebaut. Zum Schluss erwartete Christian Kuster die Reisenden im Steinbruch Bollingen-Lehholz mit Getränken und Nussgipfeln, um dem tiefen «Nachmittags-Blutzuckerwert» entgegen zu wirken… Im 200 Meter langen Tunnelstollen konnte die Gruppe verschiedene Abbaugeräte wie Schrämme, Seilsäge und Bohrlafette in Aktion sehen.

Die Steinbildhauer*innen und Steinmetz*innen konnten sehr eindrücklich erfahren, welche technische und natürliche Schwierigkeiten zu überwinden sind, bis der Naturwerkstein bei ihnen zur weiteren Verarbeitung auf der Werkbank liegt.

Steinbruch Bärlocher im Nebel.
Der Sandsteinbruch «Lochmüli» bei Teufen.
Bei Thomas Müller in Eschenbach wird Sandstein in 60 Metern Tiefe abgebaut.
Der Steinbruch Bollingen-Lehholz.