Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen
Das Wichtigste in Kürze

Erfolg des Studierenden – Pascal Walther

Unser Student im Lehrgang HF Industrial Design kreierte in seiner Freizeit den Nachttisch «Selun». Das Projekt begleitete er mit seinen eigenen Fotos, welche er an der photo schweiz im Januar 2020 in Zürich präsentieren durfte.

Pascal Walther:
«Der Nachttisch «Selun» ist mehr als «Made in Switzerland»: er ist in einer kleinen Region in der Ostschweiz entstanden – meiner Heimat, dem Toggenburg. Er steht für Tradition, Innovation, Qualität und liebevolle Handarbeit von talentierten Handwerkern. Seine Entstehungsorte liegen wenige Kilometer auseinander und verbinden verschiedene Wegpunkte meines Lebens. Emil Näf, der Holzlieferant, arbeitet gleich neben der Metzgerei, in welcher meine Eltern früher mit mir einkauften. Das Holz stammt aus Wäldern, in welchen ich als Kind mit Freunden Hütten baute und Cervelats brätelte. Und auch das Metallgerüst kommt von einem mir bekannten Ort, der Firma Tobler, welche in Nesslau beheimatet ist. Dies ist einer meiner Durchgangsorte, wenn ich für Berg- und Fototouren im Obertoggenburg unterwegs bin.

Der Nachttisch «Selun»  –  In einem Tal entstanden. Gepflanzt, gewachsen und produziert im Toggenburg
Schau dir die massive Tischplatte an! Sie überzeichnet die Hauptfunktion eines Nachttisches: die Ablage von Gegenständen. Auf diese Funktion ist der Nachttisch ganzheitlich reduziert. Es gibt keine Schubladen und keine Schnörkel. Nicht einmal eine eingebaute Lampe stört die kantige, rohe Form, welche die Herkunft des Holzes und den Herstellungsprozess widerspiegelt. Auf dem schwarzlackierten Untergestell aus Stahl scheint die massive Holzplatte jedoch beinahe zu schweben.
Material Holz / Stahl
Holzart Tanne
Herkunftsort Holz Neckertal, Schweiz
Farbe Metallgestell Schwarz
Tiefe (cm) 35
Breite (cm) 35
Höhe (cm) 47
Preis auf Anfrage (gerne per Mail an message@pascal-walther.ch)

Die Tischplatte: Holz vom Schindelmacher
Die Tischplatte ist weder geschliffen noch poliert. Im Gegenteil: Der Schindelmacher Emil Näf hat die Platte mit traditionellen Werkzeugen grob gespaltet. Bei der Schindelherstellung sagt das Holz wo es langgeht, die Natur bestimmt die genaue Form. Der Werkstoff stammt aus einem schattigen Wald im Neckertal. Dies garantiert beste Qualität, denn je weniger Sonne scheint, desto härter ist das Holz. Jeder Baum wird von Emil persönlich im Wald begutachtet, zersägt, in die Werkstatt transportiert und bearbeitet. Hast du Lust, ihn auf einem Streifzug durch den Wald zu begleiten? Oder ihm bei der Schindelproduktion über die Schulter zu blicken? Melde dich ungeniert bei mir!

Das Metallgestell: Eisen aus dem Talboden
Der Stahl für das Metallgestell wird in Handarbeit millimetergenau zugeschnitten. Danach wird das Gestell zusammengeschweisst, geschliffen und poliert. Es ist Stabilität und Präzision gefragt, denn dieses Gestell bildet den Träger für das wilde Holz. Diese sorgfältige Arbeit wird von der Firma Tobler ausgeführt. Die am Fusse der Churfirsten gelegene Firma ist im Familienbesitz und bietet seinen Mitarbeitenden eine tolle Möglichkeit in der Region zu arbeiten und zu leben. So geniessen die Metallbauer manchmal nach getaner Arbeit ein Feierabendbier auf dem neben der Firma gelegenen Stockberg, den Blick Richtung Churfirsten, ins Tal und auf den Verkehr, der sich nach Hause schlängelt.»

Der Designer: Pascal Walther
Pascal Walther wurde 1996 im abgelegenen Hemberg, im Toggenburg (SG), geboren. Er studiert Industrial Design an der Höheren Fachschule St.Gallen und arbeitet in der Grafikagentur 2plus. Diese beiden Schauplätze des kreativen Schaffens ergänzen und bereichern sich gegenseitig.
Bereits während seiner Lehre als Landschaftsgärtner (2013–2016) setzte er kreative Projekte um. Durch diesen naturnahen Erstberuf profitiert er als Designer von Pflanzen- und Holzkenntnissen und lässt diese in seine Projekte einfliessen.

Kontakt: 
Bestellungen und Anfragen gerne per Mail an: message@pascal-walther.ch