Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

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23.09.2016

Urheberrecht

Organisation: Kulturbüro St.Gallen und Schule für Gestaltung St.Gallen


«Urheberrecht in der künstlerischen Praxis»

Fotogalerie

Das Urheberrecht in der künstlerischen Praxis – Thementische


1 Urheberrecht – Missverständnisse und Graubereiche
Leitung: Marc Schwenninger, Rechtsanwalt und Dozent GBS St.Gallen
Welchen rechtlichen Schutz bietet das Urheberrecht und wo sind dessen Grenzen? In welchen Fällen wird das Urheberrecht unbewusst oder bewusst missachtet? Worauf müssen Kunstschaffende im Umgang mit dem Urheberrecht besonders achten? Wann begeben sie sich in der künstlerischen Praxis in rechtliche Grauzonen?

2 Digitale Kunst – Mischen possible!
Leitung: Myriam Thyes, Künstlerin
Als digital arbeitende Künstlerin, die immer wieder auf Kulturgeschichte und wirkmächtige Bilder und Zeichen Bezug nimmt, nutzt sie intensiv fremdes Bildmaterial. Dabei ist Myriam Thyes wichtig, seine Herkunft stets deutlich zu benennen und es so legal wie möglich zu verwenden. Nur bei Hollywood-Filmen fragt sie nicht um Erlaubnis …

3 Re:Public Domain – Nach 70 Jahren gemeinfrei!
Leitung: Mario Purkathofer und Hartwig Thomas, Public Domain-Aktivisten
70 Jahre nach dem Tod des/r Urheber/in werden Werke nach Schweizer Recht gemeinfrei und damit für künstlerische Aneignungen und Neu-Interpretationen zugänglich. Mario Purkathofer vom Dock18 Institut für Medienkulturen der Welt und Hartwig Thomas von der Digitalen Allmend stellen ihre Anliegen und Aktivitäten als Public Domain-Aktivisten vor. Und sie diskutieren darüber, welche Herausforderungen durch Public Domain und Urheberrecht für die Kultur entstehen.

4 Urheberrecht im Wandel – Das Folgerecht und die Ängste des Kunstmarkts
Leitung: Regine Helbling, Geschäftsführerin visarte Berufsverband Visuelle Kunst
Eines der zentralen Anliegen von visarte im Rahmen der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) ist die Integration des Folgerechts. visarte kämpft seit über 100 Jahren dafür, dass das Folgerecht in der Schweiz eingeführt und gesetzlich verankert wird. Anstatt einer Gleichstellung von Schweizer UrheberInnen gegenüber europäischen Kunstschaffenden – in der EU ist das Folgerecht seit 2001 gültig –, schützt der Bundesrat vielmehr den Kunstmarkt, dessen Abwandern befürchtet wird.

5 Wie frei bin ich als Künstlerin im Umgang mit Archivmaterial?
Leitung: Karin Karinna Bühler, Künstlerin
Anhand konkreter Arbeiten zeigt Karin Karinna Bühler auf, welche Fragen des Urheberrechts während des künstlerischen Arbeitsprozesses auftauchen. Sie gewährt Einblick in ihren persönlichen Umgang damit und stellt diesen zur Diskussion.

6 Welche Chancen bietet die Digitalisierung in Gedächtnisinstitutionen?
Leitung: Heidi Eisenhut, Leiterin Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden
Bibliotheken und andere Gedächtnisinstitutionen erhoffen sich durch die Digitalisierung nicht nur den Erhalt von historischen Dokumenten, Bildmaterial und Tonträgern. Die Digitalisierung soll auch Recherchearbeiten erleichtern und zur vertieften und eigenständigen Auseinandersetzung mit den zugänglichen Inhalten anregen. Wie können die (digitalisierten) Bestände der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden zum Ausgangspunkt und Material neuer künstlerischer Arbeiten werden und welche rechtlichen Fragen sind hier zu berücksichtigen?

7 Das Urheberrecht – Vertiefung zu den Aufgaben und Herausforderungen der aktuellen Trends im Bereich der ProLitteris
Leitung: Franziska Eberhard, Stellvertretende Direktorin der ProLitteris
Die ProLitteris wurde 1974 von SchriftstellerInnen und VerlegerInnen als Genossenschaft gegründet. Sie sorgt dafür, dass ihre Mitglieder für die Verwendung der von ihnen geschaffenen Werke der Literatur und bildenden Kunst ein angemessenes Entgelt erhalten. Wahrgenommen werden Rechte der KünstlerInnen wie das Reproduktionsrecht oder das On-Demand-Recht. Am Thementisch werden praktische Fragen zu Verwendung und Schutz der Urheberrechte besprochen sowie aktuelle Fälle und Thematiken diskutiert.

8 Das Urheberrecht in der Musikbranche – Vertiefung zu den Aufgaben und Herausforderungen der aktuellen Trends im Bereich der Suisa
Leitung: Fabian Niggemeier, Rechtsanwalt der Suisa
Wer Musik veröffentlicht, vervielfältigt, aufführt, sendet oder sonst wie verbreitet, braucht dafür die Einwilligung der UrheberInnen, sprich muss eine Lizenz erwerben. Die SUISA ist die Genossenschaft der KomponistInnen, TextautorInnen und MusikverlegerInnen der Schweiz und Liechtensteins und erteilt die Lizenzen für die Nutzung der Musik Ihrer Mitglieder. Am Thementisch werden praktische Fragen zu Verwendung und Schutz von Musik besprochen. Wie ist die Rechtsfrage bei einem Remix oder einem Sample und wie sieht die Musiklizenzierung in der Onlinewelt aus? Es werden aktuelle Fälle und Thematiken diskutiert.