Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

Highlights

«spot on» – drei Fragen an unser Lehrgangsleiterduo

Désirée Good und Christian Schnur

Was muss man heute als Fotograf machen, um zwischen den Milliarden anderer Bilder wahrgenommen zu werden?

Désirée Good: «Ein/e ausgebildete HF-FotografIn soll sich von der Masse abheben können und eine eigenständige und innovative Bildsprache entwicklen, die den Betrachter berührt und anspricht.»

Christian Schnur: «Du musst einzigartig sein. Deine eigenständige Haltung im Design und im Inhalt müssen sichtbar sein, nur so bleibt der Betrachter 
und verweilt. Hingegen, wenn man bei der Gestaltung der Aufnahme sowohl wie bei ihrer weiteren Verarbeitung auf gefällige Vorlagen (Templates) zurückgreift, wird man im Strom der digitalen Bilder untergehen.»

Was lernen die Studierenden in deinem Modul? Auf was legst du beim Unterrichten wert?

Désirée Good: «Die Studierenden lernen das vielseitige Medium Fotografie kennen, während praktischen fotografischen Projekten erhalten sie Einblicke und Abläufe aus dem Berufsalltag. Ausserdem wird zeitgenössische Fotografie auch im künstlerischen Kontext analysiert und diskutiert.»

Christian Schnur: «Neben praktisch orientierten Projekten aus allen Bereichen des angewandten fotografischen Arbeitens wird aktuelle Fotografie – sowohl angewandte wie auch freie künstlerische – betrachtet und diskutiert. Von einem fundierten fotografischen Basiswissen ausgehend, das dir der Lehrgang HF Fotografie vollumfassend vermittelt, lernst du deine individuelle Bildsprache zu entwickeln und zu präzisieren.»

Wie siehst du die Zukunft der Fotografie?

Désirée Good: «Fotografie ist ein einflussreiches Medium der Vermittlung, welches die Gesellschaft seit mehr als 200 Jahren prägt und auch in Zukunft eine identitätsstiftende Wirkung haben wird.»

Christian Schnur: «Leider bin ich kein Prophet oder Wetterwahrsager. Deshalb: Heiter bis wolkig, mit längeren Regenphasen. ;)
Die Fotografie hält sich bis heute ganz wacker als anerkanntes und vermittelndes Medium in der Kunst, im Journalismus und in der Werbung (diese kurze Aufzählung erhebt hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit). Damit dies so bleibt, brauchen wir Bilder, die uns aufhalten und berühren durch die eigene individuelle Bildsprache der Fotografen.»