Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

IT-BO | Unsere Projekte

Die IT-Bildungsoffensive des Kantons St.Gallen wirkt dem Fachkräftemangel entgegen und fördert den Wirtschaftsstandort. Sie schafft die Grundlage, dass Bevölkerung und Wirtschaft zu den Gewinnern der Digitalisierung gehören. Der Kanton St.Gallen soll führender Standort in der Digitalisierung von Geschäftsmodellen sein, und seine Bürgerinnen und Bürger sollen den digitalen Wandel aktiv und vorausschauend
mitgestalten.

1 Projektbeschrieb

1.2 Projektleitung

Patrik Forrer (Abteilungsleiter SfG LB)

1.3 Projektteam

Franziska Eriksen (Fachbereichsleiterin Interactive Media Designer), Sandro Fischer (Lehrperson Design), Anne Treichel (Lehrperson Konzept), Karin Schwarz (Stv. Abteilungsleiterin), Katrin Siebers (Lehrperson Polygrafen), Beat Lüscher (Fachbereichsleiter GRA), Rosario Florio (Lehrperson Design), Micha Indermaur (Lehrperson GRFK), Ueli Vogt (Kurator Zeughaus Teufen), Florin Grunder (ehemaliger Schüler), Barbara Köppel (Fachbereichsleiterin ABU), Martin Heim (ABU), Mischa Eugster (ABU), Heiner Gabele (Stv. Abteilungsleiter technische Berufe) Jasmin Fässler (Fachbereichsleiterin Laboranten) Roland Furrer (Lehrperson Laboranten)

1.4 Projektinhalt

Nach der Sanierung des Schulhauses an der Demutstrasse soll das Lernen in Open Learning Environments (offenen Lernräumen) erfolgen. Ziel ist es, die Anforderungen an modernes Lernen umzusetzen und die Vorteile der digitalen Lernumgebungen mit den Ansprüchen an kollaboratives und kreatives Lernen zu verbinden.

Der Kommunikation und Interaktion zwischen Lehrenden, Lernenden und Lerngegenstand in verschiedenen Konstellationen kommt dabei grosse Bedeutung zu.

Das Lernen soll mit Hilfe von neugestalteten Lern- und Arbeitszeiten unter anderem nach den Prinzipen des Selbstorganisierten Lernens (SOL) und dem 4K-Modell (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität, Kritisches Denken) gestaltet werden.

Der Lernprozess wird dabei durch ein grafisches LMS (z.B. next:classroom, vom Verband der genannten Fachbereiche schweizweit eingesetzt) unterstützt werden.

Die Umsetzung dieses Open Learning Environments erfolgt inhaltlich ab Sommer 2021 in den Fachbereichen der Interactive Media Designer/innen EFZ (IMD) und Grafiker/innen EFZ (GRA).

Aufgrund der bereits stattfindenden fachbereichsübergreifenden und selbstorganisierten Einheiten in den beiden Fachbereichen, wird im 3. und 4. Lehrjahr der einjährige Pilot gestartet. Danach wird im Sommer 2022 der Start für die Implementation in den verbleibenden Fachbereich Polygraf/in EFZ (POL) und die ebenso verbleibenden Lehrjahre der IMD und GRA vollzogen werden. Ab Sommer 2024 werden alle Fachbereiche und Lehrjahre (IMD, POL und GRA) nach dem neuen pädagogischen Modell in den dafür vorgesehenen Lernräumen ausgebildet.

Ab Sommer 2023 kann die Adaption des didaktischen Konzepts in die Fachbereiche Zeichner/-in EFZ Fachrichtung Architektur (ZFA) der Bauabteilung am Standort Schreinerstrasse und Laborant/in EFZ Fachrichtung Chemie und Textil (LAB) in der technischen Abteilung am Standort Demutstrasse Haupttrakt erfolgen.

Geplant ist auch, das Projekt innerhalb des europäischen Netzwerks und Swiss-CoVE (Center of Vocational Excellence) innoVET im Rahmen einer strategischen Partnerschaft aufzugreifen und mit Berufsfachschulen und Fachhochschulen aus Finnland, Dänemark, Holland, England, Spanien und Deutschland in einen Good Practice-Austausch zu bringen.

Meilensteine                         

Zeitpunkt/Zeitraum

Start des Projekts bezüglich Umbau bereits geschehen.
Umbau des Lernraumes bis August 2021 vollzogen  

Oktober 2020 – August 2021

Ausarbeitung des Lernmoduls (Inhalt) für das 3. und 4. Lehrjahr der Interactive Media Designer EFZ und Grafiker EFZ. Start August 2021.

Fortlaufende Evaluation und Anpassung der Arrangements/des didaktischen / pädagogischen Konzepts.

Begleitung Think Tank Team (PHSG, …..)

Feb 2021 – Juli 2021
August 2021 – Juli 2022
18 Monate laufend

Adaption in die anderen Fachbereiche und Lehrjahre POL, GRA und IMD

Evaluation August 2023

August 2022 – Juli 2023
12 Monate

Anpassung des didaktisch/pädagogischen Konzeptes sowie Adaption in andere Abteilungen und Fachbereiche ab August 2023 (ZFA und LAB)

August 2023 – Juli 2025
24 Monate

Abschluss und Evaluation

August 2025

Es braucht aus unserer Sicht keine gleich lange Entwicklungs- und Implementationsphase wie die entsprechenden Lehrjahre der Fachbereiche festgelegt sind. Es kann ohne Weiteres eine Einführung des pädagogischen Modells in mehreren Lehrjahren gleichzeitig erfolgen. Deshalb werden wir das Projekt aus Sicht der Schule für Gestaltung im August 2023 abgeschlossen haben und es kann danach zur Skalierung und weiteren Adaption in andere Fachbereiche und Abteilungen genutzt werden.

Hintergrund des straffen Zeitplanes ist der Neubau/Umbau an der Demutstrasse. Mit Beginn der Arbeiten am Schulhaus wollen wir die Möglichkeit bieten, bereits vorliegende Ergebnisse und vor allem Erkenntnisse vorweisen zu können, welche für die Neuausrichtung und -gestaltung des Schulhauses Demutstrasse von grosser Bedeutung sein werden.

2 Projektumsetzung

2.1 Arbeitsplanung

  • Die Projektleitung ist verantwortlich für die strukturierte Arbeitsplanung und Zielerreichung durch die Projektmitarbeitenden.
  • Die Projektumsetzung ist mit dokumentierten Projektsitzungen (Beschlussprotokolle) und klaren  Arbeitsaufträgen an die Projektmitarbeitenden umzusetzen.

2.2 Zwischenbericht

  • Die Projektleitung ist verantwortlich für die Erstellung der Zwischenberichte.
  • Dies sind halbjährlich zuhanden des Rektorates GBS zu erstellen und geben Auskunft über erreichte Ziele, Ressourcenverwendung und Schwierigkeiten in der Umsetzung Auskunft gibt.

2.3 Inhalte

gemäss Vorlage: Projektfortschritt allgemein / Arbeitsweise / erreichte Zwischenziele / Schwierigkeiten / Änderung der Planung / nächste Schritte / Ressourcenplanung

2.4 Termine

Oktober 21 / Mai 22 / Oktober 22 / Mai 23 / Oktober 23 / Mai 24 / Oktober 24

3 Projektabschluss

3.1 Schlussbericht

Die Projektleitung ist verantwortlich für die Erstellung des Schlussberichtes. Der Schlussbericht gibt abschliessend Auskunft über: Zielerreichung, Ressourcenverwendung, weitere anstehende Umsetzungsarbeiten.

3.2 Dissemination

Die Projektleitung stellt sicher, dass über die IT-BO Projekte des GBS während der Projektumsetzung und zum Projektabschluss auf den verschiedenen Informationskanälen informiert wird. Dazu sind insbesondere im Bereich der Homepage im Sinne von «Tue Gutes und sprich darüber» regelmässig Blog- oder Teaser-Box-Beiträge zu erstellen.

 

Startschuss für den Unterricht im offenen Lernraum. Im Rahmen des IT-Bildungsprojekts der Schule für Gestaltung testen wir den Unterricht 4.0. Die ersten Lernenden haben im offenen Lernraum gestartet!

Nach mehreren Wochen Baustelle ist es soweit: Im offenen Lernraum findet seit dem 16. August 2021 Unterricht statt. Und zwar in einer völlig neuen Form. Seit Februar 2021 arbeitet ein Projektteam bestehend aus Lehrpersonen der Fachbereiche Polygraf/in EFZ, Grafiker/in EFZ und Interactive Media Designer/in EFZ an Unterrichtssettings der Zukunft. Das Ziel: Unter Einsatz neuer Lernmedien ein wirksames Lernen zur Stärkung der digitalen Kompetenzen der Lernenden erreichen.  Dieser wird in einem offenen Lernraum abgehalten (siehe Bilder).

1 Projektbeschrieb 

1.1 Projektleitung  

Michael Bossart (Stv. Rektor GBS, Prorektor Grundbildung) 

1.2 Projektteam

Lehrpersonen aus den versch. Fachschaften der Abt. BM-GBS,  
Kooperationspartner einer weiteren Berufsfachschule mit Profil BM-KV 

1.3 Projektinhalt 

Ziel ist es, ein zukunftsorientiertes Unterrichtsmodell zu entwickeln und umzusetzen, welches es den Lernenden ermöglicht, die berufsbegleitende BM2 im Vergleich zum bisherigen Modell mit weniger Präsenzunterricht und einem höheren Anteil an Selbststudium, das digital in geeigneter Form unter-stützt wird, zu absolvieren.  
Im Zentrum des Projekts soll das Blended Learning Modell «Flipped Classroom» stehen: Im Selbststudium bereiten die Lernenden den Schulstoff vor, der während des Präsenzunterrichts vertieft wird. Lernkontrollen ermöglichen den Lernprozess zu steuern und den Lernenden Feedback zu geben.  

Die Begleitung und Beratung durch Lehrpersonen sowie ein geeignetes LMS sind dabei für die Unterstützung des Lernprozesses zentral. Der Unterricht soll zudem modular organisiert werden, damit individuelle Einstiegszeitpunkte und Durchlaufzeiten (z.B. Unterbrechung für 2 Quartale wegen Sprachaufenthalt) möglich sind. Mit dem berufsbegleitenden BM2-Flex soll das GBS St.Gallen ein Alleinstellungsmerkmal in der Region erhalten, welches sich insbesondere für Studierende, welche einer Arbeit nachgehen oder einer intensiven anderen Beschäftigung (Sport, Familie, …) verpflichtet sind, anbietet. 
Für den vollständigen Durchlauf der berufsbegleitenden BM2-Flex wurde in der Tabelle mit drei Semestern (bzw. 6 Quartalen) gerechnet, damit unterschiedliche Einstiege möglich sind (Flexibilisierung der Ausbildung).  
Die Kostenschätzung sieht folgende Personalkosten für Planung, Entwicklung und Umsetzung vor: CHF 462'000.-. Diese Kosten teilen sich auf 7 Personen während einer Laufzeit von 51 Monaten auf.  


1.4 Meilensteine und Ressourcen: 

Meilensteine

Zeitpunkt / Zeitraum

Start des Projektes

März 2021

Planung und Vorbereitung des Konzepts

  • rechtlicher Rahmen klären und vorgeben

  • Bestehende vergleichbare Angebote, nat./int.

  • Aufnahme- und Schlussprüfung definieren

  • methodisch-didaktische Ansprüche definieren

  • Erstellung Umsetzungsplanung:

  • inhaltliche und organisatorische Umsetzung

  • Marketingmassnahmen, Kundengewinnung 

  • Einführung und Schulung der Lehrpersonen

  • 4B – Begleiten, Beurteilen, Bewerten, Beraten

 

März 2021 - Juli 2022 17 Monate 

Umsetzung des Pilotkonzepts

  • Einlaufende Umsetzung des BM2-flex Angebots

  • wissenschaftliche Begleitung der Studierenden

  • inhaltlich-methodische Begleitung der Lehrenden
     

Zwischenevaluationen

  • Fokus: 1. Lehren, 2. Prüfen, 3. Kooperieren

  • Inhaltliche und methodische Anpassungen für die nächste Durchführung

  • Organisatorische Anpassungen in der Abt. BM:

  • Bildung Fachbereich flex

  • Ausbau Kompetenzen im Lehrkörper 4B

  • Skalierung auf verschiedene Richtungen

 

 

 

 

Aug 2022 - Jan 2024
17 Monate laufend 

Umsetzung des angepassten Konzepts

  • KVP’s im Konzeptbereich

  • Konzept 4B für BM2 flex

Abschlussevaluation

  • Empfehlungen für die Ausgestaltung von BM-Flex-Modellen

  • Fazit für verschiedene Richtungen

 

Jan 2024 – Juni 2025
17 Monat

 

Jan 2025 

Abschluss des Projekts

Juni 2025

1 Projektbeschrieb

1.1 Projektleitung

Jürg Pfeiffer, Abteilungsleiter Technische Berufe GBS

1.2 Projektteam

Lehrpersonen / Fachbereichsleiter aus den Bereichen Elektroniker, Automation, Medientechnologen, VR/AR

1.3 Projektinhalt

Netzwerktechnologien (Internet of things (IoT)) sind in allen technischen Berufen sehr wichtig geworden und gewinnen immer mehr an Bedeutung. In den aktuellen Lehrplänen wird diesen Themen noch wenig Rechnung getragen, gleichzeitig werden bei vielen geplanten Bivo-Revisionen die Weichen in diese Richtung gestellt.

Vorausschauend wird am GBS St.Gallen ein IoT-Schulungsraum (eine sogenannte IoTB-Werkstatt) eingerichtet, mit dem die Bedeutung und die Potenziale von IoT möglichst breit aufgezeigt werden können (z.B. Simulation einer ganzen Haussteuerung).

Der Fokus des Projektes liegt auf der Entwicklung und der methodisch-didaktischen Aufbereitung von pädagogischen Lerneinheiten für den Umgang und die Anwendung von IoT. Diese Schulungsmodelle bestehen aus Anleitungen für Lehrpersonen und diversen praxisnahen Beispielaufträgen, welche die Lernenden in der IoTB-Werkstatt u.a. fächer- und berufsübergreifend in Gruppen mit den Sensoren und Aktoren umsetzen können.

Damit werden die bestehenden Bildungspläne mit einem Freikursangebot ergänzt, erweitert und bereichert – und bereiten die Ausbildungsgänge auf zukünftige Bildungspläne vor. In den erarbeiteten Settings werden individualisiertes Lernen, selbstgesteuertes Lernende, Begabtenförderung und fächerübergreifender Unterricht ermöglicht. Die Lernenden (in einem ersten Schritt aus den Berufsfeldern Elektronik, Automation, Informatik, Gebäudeinformatik und Multimedia) erkennen so die Bedeutung des IoT und können sich in spezifischen Anwendung üben.

Mit der räumlichen Integration der IoTB-Werkstatt in den Kompetenzraum «Neue Technologien in der Berufsbildung» werden am GBS auch die Fachbereiche Polygraf/in EFZ, Medientechnologe/in EFZ und Printmedienpraktiker/in EBA der Schule für Gestaltung involviert. So ermöglicht das Projekt den berufsgruppen-, abteilungs- und auch schulstufenübergreifenden (EBA/EFZ) Unterricht sowie die Ergänzung der Lernmöglichkeiten durch VR/AR.

Da die beiden GBS-Abteilungen Schule für Gestaltung SfG und Technische Berufe TB zusätzlich mit den aufstrebenden Technologien Virtual Reality VR und Augmented Reality AR arbeiten, fliessen in diesem Kompetenzraum weitere neue Lehr- und Lernkanäle zusammen. Neben der Ausrichtung auf Grundausbildungen im technischen Bereich erweitert die Zusammenarbeit mit dem Active Assisted Living AAL-Kompetenzzentrum der FH Ost, welches mit dem Bildungstank Smartfeld/Startfeld kooperiert, den Blick auf sensorgesteuerte Hilfsmittel in der Gesundheitsbranche bzw. den -berufen. Somit wird das Projekt auch für weitere Berufsfelder nah- und umsetzbar.

Die Kostenschätzung sieht folgende Personalkosten für Planung, Entwicklung und Umsetzung vor: CHF 115'200.-. Diese Kosten teilen sich auf 4 Personen während einer Laufzeit von 36 Monaten auf.

1.4 Meilensteine

Meilensteine

Zeitpunkt/Zeitraum   

Erstellen eines Grundlagenkonzeptes für die methodisch-didaktische Arbeit mit der IoT-Technologie und Erarbeitung von pädagogischen Einheiten für die Umsetzung des Konzeptes Umsetzungsplan in organisatorischer, inhaltlicher und technischer Hinsicht. Netzwerk und Kontakt mit bestehenden Forschungseinrichtungen, Teilhabe an IoT-HUB und NetzwerkAugust 2021-Juli 2022 12 Monate
Umsetzung des Konzeptes in diversen Fachbereichen der TB und der SfG. Schulungsunterlagen und Ausbau der Anwendungen. Bekanntmachung, Marketing und Schulung von Lehrpersonen und LernendenAugust 2022-Juli 2023 12 Monate
Skalierung, Ausweitung der Umsetzung auf weitere Berufsfelder (z.B. Gesundheitsberufe).August 2023-Juli 2024 12 Monate
Abschluss und EvaluationAugust 2024