Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

19.10.2021

# Gestaltung

BLE-Projekt: Auf dem Lernpfad selbstorganisiert zum Ziel

Linda Müntener
Linda Müntener
Kommunikation / BM-Vorbereitung
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Im BLE-Projekt arbeiten die Lernenden künftig mit Lernpfaden. Dabei steht das selbstorganisierte Lernen im Zentrum. 

Was auf den allerersten Blick aussieht wie ein buntes Planetensystem, ist eine neue, innovative Art des Lernens. Ein sogenannter Lernpfad. Vom Projektstart geht es über Recherche zur Konzept-Entwicklung, über mögliche Abzweigungen wie Selbstinterview, Coaching und Mindmap schliesslich zur Präsentation, in die Design-Phase bis der letzte Punkt auf dem Pfad, die Abgabe, erreicht ist. Dabei führen unterschiedliche Wege zum Ziel. Mit diesem Plan arbeiten die Lernenden in Lehrberufen der Schule für Gestaltung im BLE-Projekt künftig. Die Bildungsverordnung wird in Module gepackt und pädagogisch aufbereitet abgebildet.

Die Lernenden haben dadurch einen Gesamtüberblick über die Themen, entscheiden weitestgehend ihren Weg – also selbstorganisiert –, bestimmen ihr Tempo und können so auf höchst individualisiertem Wege und dies «kontrolliert» zu ihrem Ziel kommen.

Teil der IT-Bildungsoffensive

Der Lernpfad ist Teil des Projekts BLE Blendend Learning Environment der Schule für Gestaltung Lehrberufe. Darin testen wir den Unterricht 4.0. In diesem Teilprojekt der IT-Bildungsoffensive geht es um die Entwicklung, Erprobung und Einführung innovativer Lehr-, Lern- und Assessmentformen. Unter Einsatz neuer Lernmedien soll ein wirksames Lernen zur Stärkung der digitalen Kompetenzen der Lernenden erreicht werden. Dazu gehört nicht nur das digitale Lernsystem, sondern auch die Umgebung. Der Unterricht wird seit Sommer in einem offenen Lernraum abgehalten.

Mehr Spass am Unterricht

Die Lehrpersonen «coachen» die Lernenden im 1:1 in einem noch nie dagewesenen Ausmass. «Wir sind überzeugt von unserem Konzept, die Lernenden profitieren enorm von diesem Unterrichtssetting», sagt Abteilungsleiter Patrik Forrer. «Auch für die Lehrpersonen gewinnt der Unterricht an Bedeutung. Endlich können wir den Lernenden gerechter werden. Der Anspruch an die Lehrpersonen steigt und der Unterricht macht viel mehr Spass!»