Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

11. Juni 2020

Alles genau dokumentiert

Zwei schlaflose Nächte hat Alicja Roffler hinter sich, wie sie sagt. Die Kursleiterin des Gestalterischen Vorbereitungskurses machte sich während des Lockdowns viele Gedanken und Überlegungen, wie der Kurs für die Jugendlichen im Fernunterricht stattfinden kann. Die 15 Teilnehmenden haben alle dasselbe Ziel: Sie wollen die Prüfung für den Gestalterischen Vorkurs bestehen. «Der Fernunterricht verlangt ihnen viel Disziplin ab», erzählt die Kursleiterin. «Einerseits arbeitet jede und jeder selbstständig und doch braucht es eine Struktur und nicht zu viele Freiheiten.» Auch sei es wichtig, Aufgaben im Voraus zu erteilen, damit die Schülerinnen und Schüler zuhause die entsprechenden Materialien organisieren können. Um ihren Kursteilnehmenden ihre Fachkenntnis sowie Tipps und Tricks wie gewohnt weitergeben zu können, dokumentierte Alicja Roffler alle Arbeitsschritte und Aufgaben in einfachen und verständlichen Bildern, Illustrationen und Beschreibungen. Dazu gehörten auch die Feedbacks nach vollbrachten Arbeiten, die sie jedem einzelnen in schriftlicher Form abgab. Alles in allem sehr aufwändig. Und trotzdem könne auch diese Art von Fernunterricht den Präsenzunterricht nicht ersetzen, wie Alicja Roffler sagt. «Im Unterricht kann ich viel besser auf meine Kursteilnehmenden eingehen und sie mit sofortigem Feedback in ihrem Prozess begleiten», und fügt hinzu: «In der Klasse lernen und profitieren sie zudem auch von den anderen, was für den eigenen Fortschritt ebenfalls äusserst wichtig ist.»
Seit dieser Woche können die Öffentlichen Kurse an der Schule für Gestaltung übrigens wieder vor Ort stattfinden. Alicja Roffler unterrichtet nebst dem Gestalterischen Vorkurs auch Kurse für Erwachsene an: Maltechniken, etwa Öl, Aquarell, Acryl und viele mehr.