Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

31.08.2022

# GBS Allgemein

So sieht das GBS-Gebäude künftig aus

Mike Gadient
Mike Gadient
Kommunikation
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Bereits die Visualisierungen lassen die Vorfreude auf die neuen Räumlichkeiten steigen: Das Zürcher Architekturbüro Malte Kloes Architekten wird das GBS-Schulhaus an der Demutstrasse erneuern und erweitern. Die Bauarbeiten sollen 2026 starten. 

Seit über 45 Jahren ist das Schulhaus im Riethüsli in Betrieb und nun dringend sanierungsbedürftig. Neben der Erneuerung des bestehenden Gebäudes wird die Anlage durch einen neuen Schultrakt ergänzt. Dadurch können die beiden dezentralsten GBS-Standorte, die Schulhäuser Grütli und Bild, am Hauptstandort an der Demutstrasse integriert werden. Der Kanton St.Gallen hat für dieses Bauvorhaben einen Architekturwettbewerb ausgerufen, den das Projekt «Les Halles» der Malte Kloes Architekten aus Zürich gewonnen hat.

Rücksicht auf das Bestehende 

Wie der Kanton in seiner Mitteilung schreibt, lobt die Jury das Siegerprojekt als «wohlbedachtes» und «gut durchgearbeitetes» Projekt. So gehen die Architektinnen und Architekten laut Jury umsichtig mit dem heutigen Bau um und entwickeln diesen qualitätsvoll weiter. Die vorhandene Bausubstanz wird möglichst weiterverwendet, um Material und Ressourcen zu schonen.

Das Projekt wertet den Ankunftsplatz an der Demutstrasse auf. Im Foyer beim Haupteingang entsteht ein neues dreigeschossiges Atrium. Dank des offenen Raums wird das Gebäude heller und übersichtlicher. 

Atrien nehmen auch in den Klassentrakten eine wichtige Rolle ein. Sie stehen für den Austausch und die Interdisziplinarität der Schule. So setzen die Architektinnen und Architekten die Atrien sowohl in den bestehenden Gebäuden wie auch im neuen Gebäudetrakt ein.
 

Neubau geschickt integriert

Der Erweiterungsbau wird zwischen dem bestehenden Gebäudetrakt der technischen Abteilung und der Sporthalle erstellt. Auch den Neubau planen die Architektinnen und Architekten mit möglichst viel Holz. 

Richtung Falkenwald entsteht ein Park, den die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen zum Beispiel in den Pausen nutzen können. Überzeugt hat die Jury auch die Terrasse, die im Süden auf der ganzen Länge des Gebäudes angeordnet wird. 

Fassaden mit Holz und Fotovoltaik

Fassaden, die ersetzt werden müssen, sind aus Holz konstruiert. Vor der Holzkonstruktion werden mehrheitlich Fotovoltaik-Anlagen angebracht. Diese produzieren nicht nur Energie, sondern schützen auch vor der Sonne. 

Auf den Dächern sollen weitere Fotovoltaik-Anlagen installiert werden. Geheizt wird die Schule mit einer Erdsonden-Wärmepumpen­anlage.

Realisierung in Etappen

Mit dem Bau eines Erweiterungstrakts werden während der Bauzeit Rochadeflächen vor Ort bereitgestellt. Auf grosse Provisorien kann damit verzichtet werden. Die Erneuerung erfolgt in mehreren Bau- und Umzugsetappen. So bleibt der Schulbetrieb während der Bauarbeiten ohne Unterbruch gewährleistet. 

Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen. Voraussichtlich 2032 soll die Gesamterneuerung abgeschlossen werden. Für die Gesamterneuerung des GBS hat das Stimmvolk 2019 einen Kredit von 111 Millionen Franken genehmigt. Davon entfallen rund 69 Millionen Franken auf die Sanierung des bestehenden Gebäudes und rund 39 Millionen Franken auf den Erweiterungsbau.

Projekte werden ausgestellt

Die 12 eingereichten Projekte aus dem Architekturwettbewerb werden vom 1. bis 10. September 2022 in der Bibliothek Hauptpost in St.Gallen, 3. Stock, Eingang Gutenbergstrasse, ausgestellt. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag, 16 bis 19 Uhr, und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Bilder: Malte Kloes Architekten