Die Fachklasse Grafik etikettiert 2500 «Éclat»-Flaschen
Lernende der Fachklasse Grafik im zweiten Ausbildungsjahr gestalteten die Etikette für den neuen Strickhof-Schaumwein «Éclat nombre». Präsentiert wurde das Projekt erstmals am Tag der offenen Weinkeller in der Trotte in Wülflingen bei Winterthur. Die Zahl 2500 spielte bei der Gestaltung eine inspirierende Rolle.
Der Strickhof ist das Bildungs- und Forschungszentrum für Agrar-, Lebensmittel- und Hauswirtschaft im Kanton Zürich. Unter anderem wird der Zürcher Weinbau mit Rebsorten-Versuchen unterstützt. Der Rebberg dient als Anschauungs- und Übungsobjekt für Lernende, die eine Ausbildung im Bereich Weinbau absolvieren.
Anfang Mai öffnet der Weinkeller traditionell seine Türen und lädt in die Trotte in Wülflingen ein. Lernende der Fachklasse Grafik hatten an diesem Anlass ihren grossen Auftritt. Ihre Etikette für den neuen Strickhof-Schaumwein wurde zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Eine Lernende durfte sogar als Sabreuse wirken: Sie öffnete die Weinflasche mit einem Messer, indem sie entlang der Naht der Flasche gegen den Flaschenhals schlug.
Fünf Jahre auf der Hefe gereift
Den spannenden Auftrag erhielt die Fachklasse Grafik von Silvio Kessler, Teamleitung Rebbau und Trotte am Strickhof. Im Herbst bat er GBS-Fachbereichsleiter Andreas Tschachtli darum, mit Lernenden eine Etikette mitsamt Namensvorschlag für den Wein zu entwerfen.
Der Schaumwein ist ein Blanc de Noirs aus der Rebsorte Pinot Noir. «Er hat Jahrgang 2020 und durfte fünf Jahre auf der Hefe reifen», weiss Andreas Tschachtli. Ein derart langes Hefelager ist bei traditionell hergestellten Schaumweinen aussergewöhnlich, wurde aber vom Strickhof als Versuch bewusst gewählt.
Von 1 bis 2500
Da die Auflage des Weines auf 2500 Flaschen limitiert ist, kamen die Lernenden der Fachklasse Grafik auf die Idee, diese Zahl ins Zentrum der Etikette zu setzen. Dank den heutigen digitalen Drucktechniken war es möglich, für jede Flasche eine eigene Etikette zu generieren. Andreas Tschachtli erklärt: «Wir haben eine fortlaufende Nummerierung gesetzt von 1 bis 2500. Jede und jeder, die von diesem Wein eine Flasche kaufen, hat eine eigene Etikette.»
Getauft ist der Schaumwein auf den Namen «Éclat nombre». Während «Éclat» im Deutschen häufig negativ konnotiert ist, beschreibt das französische Wort etwas Glanzvolles, Exklusives und Aussergewöhnliches. «Mit diesem Wortspiel spielen wir ganz gezielt», sagt Andreas Tschachtli.
Am Tag der offenen Weinkeller wurden den Strickhof-Besucher:innen alle Etiketten-Entwürfe gezeigt. Die Lernenden der Fachklasse Grafik hatten zu jeder Idee einen kurzen Text verfasst, der den Grundgedanken erläutert.