Entwickler digitales Business entwerfen Computer-Spendenplattform
Anstatt funktionsfähige Geräte zu entsorgen, werden die GBS-Laptops aufbereitet und an Bildungseinrichtungen in Ländern mit begrenztem Zugang zu Technologie gespendet. Während eines Semesters haben sich die Entwickler/-innen digitales Business EFZ intensiv mit dem Digital 2nd Life Projekt auseinandergesetzt. Das Ziel: Verwaltung und Logistik zu automatisieren sowie zu digitalisieren und die administrativen Prozesse effizienter zu gestalten.
Die Entwickler/-innen digitales Business EFZ betrachteten das Projekt «Digital 2nd Life» sprichwörtlich von der «grünen Wiese» aus – ohne Denkverbote und mit offenem Blick für Schwachstellen und Potenziale. Aktuell werden die die Geräte beispielsweise im Keller des GBS-Standorts im Riethüsli gelagert. Das bringt einen hohen Logistikaufwand mit sich. Die Lernenden befassten sich mit Lagermöglichkeiten am Flughafen Zürich, Transportunternehmen und den Versand durch Spender.
Solche Gedankengänge sind sich die Entwickler/-innen digitales Business EFZ gewohnt, denn sie bilden die Brücke zwischen Menschen, Technik und Wirtschaft. Die neue Berufslehre wird seit einem Jahr am GBS St.Gallen unterrichtet.
Lösungsvorschläge, die gut ankommen
In Teams aufgeteilt widmeten sich die Lernenden im Berufskundeunterricht von Jenuthan Nagaratnam den Themen wie Benutzerverwaltung, Marktplatzfunktion und KI-gestützte Beratung. Bei der Präsentation punkteten die Entwickler/-innen digitales Business EFZ, in dem sie ihre Idee kundengerecht in gut verständlicher Sprache erklärten.
GBS-Rektor Daniel Kehl war dementsprechend begeistert: «Wir sind einen wesentlichen Schritt weiter! Zuvor habe ich mir immer wieder überlegt, wie sich alle Berufsschulen des Kantons St.Gallen an diesem Digital 2nd Life Projekt beteiligen können. Mit ihrem Konzept können wir das Projekt auf mehr Schulen ausrollen.»
Während des Semesters wurden die Entwickler/-innen digitales Business EFZ laufend mit Informationen von Daniel Brülisauer versorgt, der das 2nd Life-Programm am GBS St.Gallen koordiniert. In den vergangenen Jahren wurden GBS-Computer an über 20 Organisationen und Schulen in der Schweiz und weltweit weitergegeben. «Sie erhalten so ein sinnvolles zweites Leben», sagt Daniel Brülisauer. In Kambodscha zum Beispiel werden die Laptops für den Informatikunterricht, Online-Lektionen und Hausaufgaben eingesetzt:
Ein strukturierter Online-Bestellprozess
Aus Sicht der Entwickler/-innen digitales Business soll ein Online-Marktplatz Ordnung ins bisher verstreute System bringen. Momenten werden die Geräteinformationen in verschiedenen PDFs und Excel-Dateien gesammelt. Eine zentrale Plattform ermöglicht es Schulen und Organisationen, ihren Bedarf direkt anzugeben. Die Anmeldefunktion über die Webseite erhöht die gegenseitige Verbindlichkeit und das Vertrauen.
Die Marktplatz-Idee ermöglichte es den Lernenden, sich mit Ansätzen zur Betrugserkennung (Fraud Detection) zu befassen. Sicherheitslücken können etwa durch Nutzerverifizierung und Standortabgleich via Google Analytics minimiert werden.
Auch bei der Bearbeitung von Anfragen sehen die jungen Fachkräfte in einem strukturierten Online-Prozess Vorteile. Es soll gleich geprüft werden, ob wichtige Voraussetzungen für eine Computer-Spende erfüllt sind – zum Beispiel ein abschliessbarer Lagerraum, stabile Stromversorgung und eine computeraffine verantwortliche Ansprechperson vor Ort.
Ein virtueller Assistent
Stolz waren die Entwickler/-innen digitales Business auch auf ihre Idee eines KI-Beraters, inspiriert von der Filterlogik bei Autoscout. Ein virtueller Assistent mit gezielten Fragen wie «Für welchen Einsatzzweck benötigen Sie das Gerät?» oder «Welches Betriebssystem bevorzugen Sie?». Damit soll die passende Hardware schneller gefunden werden.
Dank solcher Vorschläge bringen die Lernenden das Digital 2nd Life Projekt am GBS St.Gallen auf die nächste Stufe.