Frauenpower in der Informatik
Vier junge (angehende) IT-Fachkräfte, die ihre Informatik-Lehre bei Egeli Informatik absolvieren und am GBS St.Gallen zur Schule gehen, stellen sich vor. Jasmin, Sina, Annalena und Mara sind das beste Argument gegen das Vorurteil, dass die IT-Branche eine Männerdomäne sei. Matchd, ein Angebot des Vereins «IT rockt!», hat die Lernenden interviewt.
Ein Gastbeitrag von Matchd
Erzählt bitte von eurem spannenden Berufsalltag. Was sind eure Aufgaben und Herausforderungen?
Mara: Aus meiner Sicht ist es die Verantwortung bei der Datensicherung, beim Backup. Zudem bearbeite und löse ich Anfragen von Kunden.
Sina: Grundsätzlich arbeite ich produktiv in unserem Team mit. Wir entwickeln eine Inkasso-Software, die wir stetig weiterentwickeln. Es gilt auch anfällige Fehler zu beseitigen. Die grössten Herausforderungen, so finde ich, sind gewisse komplexe Fehler zu beheben, die nicht gerade auffindbar sind.
Annalena: Nicht nur das Programmieren, sondern auch das Dokumentieren spielt eine wichtige Rolle in unserem Berufsalltag. Bei uns sieht jeder Tag anders aus, wodurch man eine grosse Abwechslung hat und Einblicke in unterschiedliche Themen erhält. Die grösste Herausforderung ist meiner Meinung nach, dass man manchmal viel Geduld braucht, wenn etwas nicht so funktioniert wie man will und man nicht herausfindet, woran es liegt.
Jasmin: Da ich erst im Sommer vom Basislehrjahr in die Egeli Informatik AG gewechselt habe, werde ich noch eingeführt. Ich werde mit der Infrastruktur der Firma und auch mit den verschiedenen Programmen und Anwendungen vertraut gemacht. Hauptsächlich mache ich Übungen im Bereich C#, da wir mehrheitlich mit dieser Programmiersprache arbeiten.
Wieso habt ihr euch für eine Lehre in der Informatik entschieden?
Jasmin: Mir war es bei der Berufsfindung wichtig, einen Beruf mit einer guten Zukunftsaussicht zu wählen. Da ich gerne am Computer arbeite und Mathematik sowie Englisch immer meine Lieblingsfächer waren, habe ich mich dann für den Beruf Informatiker*in entschieden. Mir gefällt besonders, dass man immer wieder Neues dazulernen kann, womit es nie langweilig wird. Ich bin momentan im zweiten Lehrjahr als Informatikerin Fachrichtung Applikationsentwicklung.
Annalena: Für mich war in der zweiten Sek relativ schnell klar, dass ich keinen handwerklichen Beruf wähle. Nach dem Informationsabend und dem Schnuppern entschied ich mich für eine Lehre als Applikationsentwicklerin. Mittlerweile bin ich im dritten Ausbildungsjahr.
Sina: Während meinen bisherigen dreieinhalb Jahren Lehrzeit lernte ich hauptsächlich, zu Programmieren. Das ist die Hauptaufgabe einer Informatikerin Fachrichtung Applikationsentwicklung. Es kann auch vorkommen, dass man ein eigenes Projekt in der Schule am GBS St.Gallen oder im Lehrbetrieb planen und umsetzen darf. Das Projektmanagement-Wissen wird gefördert. Der ausschlaggebende Punkt für meine Berufswahl war die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung OBA. Mit dem Hintergrundgedanken, dass dies ein sehr zukunftsorientierter Beruf und die Lehre sehr vielfältig ist, entschied ich mich für diese Ausbildung.
Mara: Ich habe meine Lehre als ICT System Engineer abgeschlossen. Wegen meines Interesses an der Technik beziehungsweise an Computern entschied ich mich für eine Ausbildung in der Informatik.
Habt ihr einen Ratschlag an Oberstufenschüler*innen, die sich für eine Informatik-Ausbildung interessieren?
Jasmin: Wenn du gerne am Computer arbeitest, es nicht scheust stetig etwas Neues dazu zu lernen und gut mit Technik umgehen kannst, ist der Beruf Informatiker*in der richtige für dich.
Sina: Sei du selbst und habe keine Angst davor, nicht alles zu wissen. Du hast diesen Beruf schliesslich gewählt, um ihn zu erlernen. Sei flexibel, denn auch während der Lehre können sich in der Informatik Abläufe und Produkte schnell ändern.
Annalena: Letztlich spielt es keine Rolle, welche Lehre ihr macht. Solange es euch Spass macht, und das ist, was ihr wollt. Ich kann euch empfehlen, möglichst viele verschiedene Berufe anzuschauen, damit ihr herausfindet, welcher die richtige Lehre für euch ist.
Mara: Es ist wichtig, dass man interessiert ist. Die IT-Welt ist unendlich gross. Man wird immer wieder mit etwas Unbekannten konfrontiert.