«GBSbarCampBLE»-Woche bietet Praxisideen, die wirken
Auch während der zweiten Durchführung des schulinternen Weiterbildungsformats «GBSbarCampBLE»-Woche wurde am GBS St.Gallen Wissen geteilt, um den Unterricht attraktiv zu gestalten. Inputs zu Blended Learning, KI im Unterricht, digitalem Prüfen und Virtual Reality zeigten bewährte und neue Wege für den Schulalltag auf.
Mit der Barcamp-Woche wurde am GBS St.Gallen eine neue Möglichkeit geschaffen, damit sich alle gegenseitig austauschen, informieren und weiterbilden können. Eine Session handelte bei der aktuellen Durchführung von digitalen Prüfungen. Diese sollen nicht einfach analoge Formate ersetzen, sondern didaktisch sinnvoll weiterentwickelt werden.
In seinem Barcamp riet GBS-Lehrer Pascal Wapf, neue digitale Prüfungsformate schrittweise in Microsoft Forms oder OneNote aus bewährten Ansätzen entstehen zu lassen. Über die Vorteile von digitalen Standortbestimmungen wurde ebenfalls diskutiert: Möglich sind verschiedene Schwierigkeitsgrade, Zufallsfragen oder individuelle Werte für eine Mathematikaufgabe. Gleichzeitig lassen sich Prüfungen einfacher mit anderen Lehrpersonen teilen und gemeinsam erstellen sowie auswerten.
KI-Tools: Möglichkeiten für den Unterricht
Die verschiedenen praxisnahen Barcamp-Sessions fanden entweder über Mittag, am Abend oder am Morgen vor den ersten Lektionen statt. Dabei setzten sich die Lehrpersonen des GBS St.Gallen mit aktuellen Entwicklungen im digitalen Unterricht auseinander. Bei den Inputs zu KI-Tools standen konkrete Anwendungen wie ChatGPT, Microsoft Copilot und Fobizz im Zentrum – inklusive Beispiele, wie Prompts effektiv eingesetzt und Podcast erstellt werden können.
In einer VR-Veranstaltung konnten die Teilnehmenden die Meta Quest Brillen selbst ausprobieren und Potenziale für den Unterricht erkunden. Die Interactive Media Designer/-innen EFZ im letzten Ausbildungsjahr genossen bereits vor den Frühlingsferien eine entsprechende Einführung, um neue Ansätze für die Präsentation ihrer Abschlussarbeiten im Waaghaus zu entwickeln (mehr dazu).
Blended Learning – Ideen aus dem Kollegium der BM
Im Barcamp an der Davidstrasse wurden die Ergebnisse der Umfrage zu Blended Learning an der Berufsmaturitätsschule diskutiert. Zentrale Fragen waren: Wie kann hybrides Lernen sinnvoll umgesetzt werden? Wo entsteht echter Mehrwert? Die Umfrage zeigte, dass die Mehrheit der Lehrpersonen bereits Elemente wie Projektarbeiten, Moodle-Lernpfade oder Flipped-Classroom-Ansätze nutzt.
Die Herausforderung liegt oft darin, den Wechsel zwischen Präsenz- und Selbstlernzeit sinnvoll zu gestalten. Gleichzeitig gilt es, dafür zu sorgen, dass alle gut vorbereitet zum Unterricht erscheinen und wirklich dranbleiben. Ein Lösungsansatz wäre, dass die Lernenden stärker in die Verantwortung genommen werden. Zum Beispiel durch Leistungsnachweise oder durch das Erarbeiten konkreter Produkte.
Im Zentrum aller Barcamp-Beiträge stand stets dasselbe Anliegen: Unterricht so zu gestalten, dass er für die Lernenden spürbar mehr bewirkt.