Makeathon 2025: Am meisten beeindruckt hat…
Reminder: Der Makeathon auf Gran Canaria findet vom 24. bis 28. Februar 2026 wieder statt!
Anmelden können sich Lernende der technischen Berufe aus den Klassen INA, INP, AUT, ELO bis 1. November 2025. Mehr Infos gibt es bei rolf.huwyler@gbssg.ch.

«Die Teilnahme am Smart Green Island Makeathon auf Gran Canaria lohnt sich sehr, da man sich mit vielen verschiedenen Leuten aus der ganzen Welt austauschen und gemeinsam an einem Projekt arbeiten kann. Jeder hat seine eigenen Stärken, man kann viel voneinander lernen und man ergänzt sich gut»
Finn de Pauw Gerlings, Teilnehmer Makeathon 2025
Um das geht’s
Am Smart Green Island Makeathon treffen sich Studierende, Unternehmen und Bildungseinrichtungen aus aller Welt, um gemeinsam an zukunftsweisenden Technologien und nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. GBS-Teilnehmer Jonas sagt: «Am meisten beeindruckt hat mich, wie sich nach der Ideenfindung alle mit voller Energie in ihre Projekte gestürzt haben. Es war faszinierend zu sehen, wie motiviert und fokussiert jeder an seiner Aufgabe gearbeitet hat.»
Gran Canaria positioniert sich zunehmend als Vorreiter im Bereich erneuerbare Energien und nachhaltige Technologien. Die drittgrösste der Kanarischen Inseln stellt wegen ihrer verschiedenen Klimazonen ein ideales Labor unter realen Bedingungen dar. Für die Umsetzung smarter Energiekonzepte bieten die Sonne, die Gezeitenkraft des Meeres und die Geothermie beste Rahmenbedingungen.
Das Projekt
Im Zentrum des Makeathons steht der interdisziplinäre Austausch: Teams aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und weiteren Fachrichtungen entwickeln in nur wenigen Tagen funktionsfähige Prototypen – von autonomen Robotern über Smart-Home-Anwendungen bis hin zu innovativen Konzepten im Bereich erneuerbare Energien. Jonas blickt zurück: «Nach einer kurzen Brainstorming-Phase konnten wir direkt mit der praktischen Umsetzung beginnen, was mir besonders gefallen hat.»
Die drei Teilnehmenden des GBS St.Gallen waren an einem Projekt beteiligt, bei dem ein Gehäuse aus alten Plastikflaschendeckeln mithilfe von Spritzguss für ein Printed Circuit Board (Leiterplatte) hergestellt wurde. Für dieses Endprodukt haben sie einen digitalen Produktpass entwickelt, in dem man nachsehen konnte, wie viel CO₂ für ein Produkt produziert wurde. «Dazu hatten wir verschiedene Docker-Compose-Dateien zur Verfügung gestellt bekommen. Leider waren diese nicht mit der Prozessorarchitektur des Raspberry Pi 4 kompatibel», erklärt Finn.
Deshalb entschieden sie sich für eine selbstentwickelte Lösung mithilfe von PowerShell und Windows Forms. Damit konnten die Bediener der Gehäusemaschine die Produktion über ein grafisches Tool steuern, während der Verbrauch automatisch berechnet wurde. Für die Berechnung wurden Shelly Plugs genutzt, die den Stromverbrauch massen. Mithilfe dieser Daten konnte der CO₂-Fussabdruck berechnet werden.

«Bei Fragen konnte ich mich an andere aus der Gruppe wenden, und meistens fanden wir gemeinsam eine Lösung für etwaige Schwierigkeiten.»
Fabrice Nissille, Teilnehmer Makeathon 2025
Der Mehrwert
Die drei Informatiker haben während der Tage auf Gran Canaria einiges über die Verwendung der Plattform Docker gelernt und konnten ihre Kenntnisse in PowerShell, .NET und Windows Forms vertiefen. Den Austausch mit den anderen Teilnehmenden bezeichnen sie als highlight. Jonas sagt etwa: «Durch die Zusammenarbeit konnte ich wertvolle Kontakte knüpfen und von den Erfahrungen anderer profitieren.»
Fabrice zeigt sich sowohl von der Anzahl als auch der Vielfalt der Teilnehmenden beeindruckt. «Alle brachten ihre individuellen Stärken in das Projekt ein. Da es am Ende keine Bewertung wie während eines Unterrichts an der Schule gab, war die Atmosphäre sehr angenehm und locker», beschreibt Fabrice.
Finn nahm nach 2024 bereits zum zweiten Mal am Makeathon teil und geht ebenfalls auf die Szenerie ein: «Um die 300 Personen arbeiten in einer Lagerhalle auf Plastikstühlen – das kann langweilig und abschreckend klingen. Doch gerade diese Atmosphäre und die Stimmung in der gesamten Halle machen den Reiz aus.» Besonders, wenn man spüre, dass alle motiviert sind, etwas auf die Beine zu stellen.

«Im Bereich Docker konnte ich mich stark weiterentwickeln, da ich an der Implementierung beteiligt war. Darüber hinaus habe ich viel über Schnittstellen, Netzwerke und deren Verbindungen gelernt. Besonders spannend fand ich, dass wir den Weg zur Lösung selbst bestimmen konnten.»
Jonas Louis, Teilnehmer Makeathon 2025
Wer den Smart Green Island Makeathon organisiert
Der Smart Green Island Makeathon wurde Mitte März 2025 zum achten Mal von der ITQ GmbH auf Gran Canaria durchgeführt. Das deutsche Ingenieur- und Beratungsunternehmen ist spezialisiert auf Software-Engineering und Systementwicklung für den Maschinen- und Anlagenbau sowie für die Automatisierungs- und Medizintechnik. Ein besonderes Augenmerk legt ITQ auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, modellbasierte Entwicklung und Industrie 4.0-Lösungen.
Mit dem Makeathon auf der Kanarischen Insel bringt die ITQ GmbH die jungen Talente frühzeitig mit praxisnahen Projekten, internationalen Teams und nachhaltigen Ideen in Berührung. Das Ziel: Technologischen Fortschritt mit Verantwortung und Umweltbewusstsein zu verbinden.