Startschuss für die erste BM2Sportflex-Klasse am GBS St.Gallen
Kickoff der BM2Sportflex: Am GBS St.Gallen haben zwölf Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aus unterschiedlichen Sportarten ihren gemeinsamen Weg begonnen. Sie gehören damit einem schweizweit einzigartigen Pilotprojekt an, das Berufsmaturität und Leistungssport optimal miteinander verbindet.
Für die Lernenden bietet die BM2Sportflex maximale Flexibilität. Das Weiterbildungsangebot verknüpft während vier Semestern Online-Unterricht mit Selbstorganisiertem Lernen. «Ich wollte schon lange die Berufsmaturität machen, habe bis jetzt aber kein Angebot gefunden, das mit dem Spitzensport vereinbar ist», erzählt Timon, der Eistanz auf Spitzenniveau betreibt. «Die BM2Sportflex ist eine super Lösung. Schliesslich gibt es auch nach dem Sport noch ein Berufsleben.»
Auch Manon, Fussballerin beim FC Rapperswil-Jona und gelernte Bankkauffrau, sieht Vorteile im neuen Modell: «Training, Arbeit und Schule unter einen Hut zu bringen, ist anspruchsvoll. Aber ich habe das Gefühl, dass es dank der Flexibilität gut funktionieren wird. Ich bin nicht an fixe Schultage und Schulzeiten gebunden und kann viel von zu Hause aus erledigen.»
Winter-, Sommer- und Hallensportler:innen
Am Kickoff lernten sich die Teilnehmenden persönlich kennen und erhielten eine Einführung in das Lernkonzept. Neben der Lernplattform Moodle standen auch Themen wie Lernstrategien, Zeitmanagement und die Bildung von Lerngruppen im Zentrum. Denn trotz des hohen Anteils an selbstorganisiertem Lernen spielt die Zusammenarbeit eine wichtige Rolle.
Prorektorin Franziska Loretan begrüsste die Klasse: «Geben sie Vollgas, wie sie das auch im Spitzensport machen. Sie sind schweizweit die ersten und einzigen, die jetzt in einen solchen Lehrgang starten dürfen. Sie gehören zu den Vorreiterinnen und Vorreitern.» Die Lernenden kommen aus den Sportarten Ski Alpin, Unihockey, Handball, Zehnkampf, Strassenrad, Fussball, Eistanz und Langlauf.
Fix eingeplante Gespräche mit Lehrpersonen
Die BM2Sportflex ist als weiterführendes Projekt aus der IT-Bildungsoffensive des Kanton St.Gallen entstanden. Ihr Konzept basiert auf fünf Bausteinen: dem Selbstorganisierten Lernen (SOL), wöchentlichen Online-Tutorien, individueller Lernbegleitung, festen Lerngruppen sowie dem persönlichen Engagement der Lernenden. Die Prüfungen, inklusive die Abschlussprüfung, sind dieselben, wie alle Lernenden der Berufsmaturität absolvieren.
Rund 80 Prozent der Lernzeit verbringen die Teilnehmenden im Selbststudium. Ergänzt wird dies durch freiwillige Online-Tutorien und regelmässige Gespräche mit einer persönlichen Lernbegleitung. Lehrgangsleiter Jan Sahner erklärt: «Wöchentlich bieten wir in drei sich abwechselnden Fächern Online-Tutorien an. Diese bauen auf den im Selbststudium erarbeiteten Inhalten auf und dienen zur Klärung von Verständnisfragen.» Zusätzlich erhält jede Spitzensportlerin und jeder Spitzensportler eine Lehrperson zugeteilt. «Bei diesen Gesprächen geht es nicht um den Lerninhalt, sondern über ihren Lernfortschritt, ihr Befinden und ihre Herausforderungen», schildert Jan Sahner.
Die Voraussetzungen für den Erfolg
Die Anforderungen an die Lernenden sind hoch. Eigenverantwortung, Disziplin, Durchhaltevermögen und gute Selbstorganisation sind entscheidende Voraussetzungen für den Erfolg. Eigenschaften, die Spitzensportler:innen bereits aus ihrem Trainingsalltag kennen. Timon sagt: «Mit der nötigen Disziplin, die ich mir vom Sport her bereits gewohnt bin, ist das machbar.»