St.Galler Bausymposium mit preisgekröntem Lineup
Wie entstehen Bildungsräume, die Menschen und ihre Umgebung bereichern? Am sechsten Bausymposium am GBS St.Gallen werden internationale und nationale Speaker:innen Best-Practice-Beispiele teilen. Die Fachkonferenz am 5. und 6. November 2026 ermöglicht den direkten Austausch zu den wichtigen Themen im Bildungsbau. Jetzt anmelden.
Das Jahr 2026 nähert sich dem Herbst und das renommierte niederländische Architekturbüro Mecanoo hat seit Januar bereits acht Auszeichnungen entgegennehmen dürfen. Prämiert wurden Projekte in den USA, Kanada, Grossbritannien, Taiwan und den Niederlanden. Am Bausymposium in der Aula des GBS St.Gallen wird Mecanoo durch Lisette Plouvier repräsentiert. Die ausgebildete Architektin und Innenarchitektin sagt: «Für mich sind Aussen- und Innenraum untrennbar miteinander verbunden und bereichern so das Erleben meiner Architektur.»
Die Wahrnehmung von Raum und Atmosphäre steht im Zentrum ihrer Arbeit. Leitfragen von Lisette Plouviers Entwurfsarbeit sind: Wie entstehen Räume, die Menschen und ihre Umgebung beleben? Wie lassen sich intelligente Lösungen entwickeln? Und wie können Bauherrschaft und Nutzer:innen gleichermassen überzeugt und begeistert werden?
Der räumliche Einfluss
Das St.Galler Bausymposium ist eine Fachkonferenz des GBS St.Gallen und wird von der Baukaderschule St.Gallen zusammen mit conceptk als Presenting Partner organisiert und durchgeführt. Christian Auerbach, Geschäftsführer der conceptk GmbH, sagt: «Die Art und Weise, wie wir Räume gestalten, hat einen direkten Einfluss auf das Lernen und die Zusammenarbeit in Schulen.» Er begleitet seit vielen Jahren Bildungsbauprojekte und entwickelt zukunftsfähige Lernumgebungen für Schulen und die berufliche Bildung. Sein Schwerpunkt liegt auf nutzerorientierten Konzepten, Schulentwicklung und innovativen Ansätzen des «New Learning».
Nach Ansicht von Christian Auerbach und der verschiedenen Referent:innen aus dem In- und Ausland müssen moderne Schulgebäude mehr können als Räume bereitstellen. Vorgestellt werden an der Fachkonferenz am 5. und 6. November 2026 Konzepte für offene Lernlandschaften, flexible Nutzung und zeitgemässe Pädagogik.
Ganzheitliche Lernökosysteme
Martin Roald S. Poulsen von NERD architects beleuchtet in seinem Vortrag etwa, wie Bildungsinstitutionen nicht als Ansammlungen einzelner Gebäude, sondern als ganzheitliche Lernökosysteme verstanden und gestaltet werden können.
Anhand von Fallstudien verdeutlicht der Bausymposium-Speaker aus Dänemark, wie die Bedürfnisse der Nutzerz:innen als integraler Bestandteil des Entwurfsprozesses in architektonische Entscheidungen einfliessen.
Het Talent Atelier ausgezeichnet
Über die Schule als Lebensraum denkt Thomas Fischer nach, der Gründer von Thomas Fischer Architekten. Er wird in der Aula des GBS St.Gallen aufzeigen, wie Architektur mit Licht, Struktur und Offenheit moderne Lernwelten schafft. Thomas Fischer entwarf nach Stationen bei Renzo Piano in Paris und Dolf Schnebli in Zürich in den vergangenen 15 Jahren wegweisende Schulbauten mit Fokus auf Tageslichtnutzung, Flächeneffizienz und Nachhaltigkeit.
Darüber, wie offene Bildungsräume Zusammenarbeit, Kreativität und reale Problemlösung verbinden, wird Bert Verhoeven sprechen. Er ist Programmleiter am Het Talent Atelier des Koning Willem I College in den Niederlanden und entwickelt innovative Bildungsformate an der Schnittstelle von Schule und Berufswelt. Er setzt sich für vernetztes, praxisnahes und zukunftsorientiertes Lernen ein. Für das Konzept des Het Talent Atelier wurde sein Team 2023 mit dem niederländischen Bildungspreis für die Berufsbildung ausgezeichnet.
Mit diesen und weiteren Keynotes, Praxisbeispielen und Workshops bietet das Bausymposium die Möglichkeit zu Inspiration und Austausch. Expert:innen aus Architektur und Bildung kommen Anfang November zusammen, weil gute Bildung den richtigen Raum und durchdachte Architektur braucht.