Vertiefungsarbeit: Wie Pubertät wirklich ist
Zwei Köchinnen EFZ am GBS St. Gallen haben für ihre Vertiefungsarbeit im Allgemeinbildenden Unterricht das richtige Rezept gefunden. Mit einem eigenen Podcast sprechen sie offen über ein Thema, das alle betrifft, aber oft zu wenig angesprochen wird: die Pubertät.
Aline Akermann und Elisa Inverardi haben sich bewusst dafür entschieden, einen Podcast zu produzieren. Ihr Ziel war es, aus ihrer Komfortzone herauszutreten und gleichzeitig anderen Jugendlichen zu helfen. Dabei standen nicht theoretische Inhalte im Fokus, sondern ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken.
Die beiden sprechen über Themen wie Selbstbild, Druck, Stimmungsschwankungen und den Umgang mit dem eigenen Umfeld. Besonders wichtig war ihnen, ihre Perspektive ehrlich und authentisch darzustellen. Da sie sich selbst noch am Ende der Pubertät befinden, konnten sie ihre Inhalte direkt aus dem eigenen Erleben heraus gestalten.
Vorbereitung statt Spontanität
Was auf den ersten Blick nach einem einfachen Gespräch klingt, erforderte viel Planung. Aline und Elisa entwickelten einen klaren Ablauf, führten eine Umfrage unter Jugendlichen durch und holten sich Tipps von der Podcast-Producerin Cèline Raval vom SRF. Dadurch lernten die Köchinnen EFZ, wie wichtig Struktur, Vorbereitung und klare Themen sind.
Auch Rückschläge gehörten dazu: Eine Podcast-Folge wurde verworfen und neu aufgenommen, weil sie zu wenig fokussiert war. Diese Erfahrung nutzten die beiden, um ihren Podcast gezielter und professioneller umzusetzen.
Ein Projekt mit Wirkung
Neben den fachlichen Lernzielen stand vor allem die persönliche Entwicklung im Zentrum. Beide berichten, dass sie durch das Projekt selbstbewusster geworden sind und gelernt haben, ihre Meinung offen zu äussern.
Mit ihrem Podcast möchten sie vor allem eines vermitteln: Jugendliche sollen sich trauen, über ihre Probleme zu sprechen und sich Unterstützung zu holen. Die Pubertät ist eine herausfordernde Zeit – und niemand muss sie allein durchstehen.