Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

12. März 2021

Designobjekte aus Glas

transparent, glänzend, rauh, matt, farbig, opak, transluzent

Marianne Haas studiert aktuell an der Schule für Gestaltung den Lehrgang HF Industrial Design. Im Gespräch erzählt sie uns, inwiefern sie die Weiterbildung weiterbringt und wie es dazu kam, Glasdesign zu entwerfen und umzusetzen.

Marianne, was gefällt dir am HF Lehrgang Industrial Design besonders?
Ich finde es super, dass dieser Lehrgang sehr praxisorientiert geführt ist und praktisch für alles in den verschiedenen Werkstätten Maschinen vorhanden sind. Die unterschiedlichen Vorbildungen der einzelnen Studierenden bereichern den Unterricht ebenfalls sehr. Die Atmosphäre in der Schule ist freundschaftlich und man begegnet sich auf Augenhöhe – dasselbe gilt für die Dozenten. Ein grosses Lob für diesen Lehrgang!

Welche Vorteile hat dir die Weiterbildung bereits verschafft?
In meinem beruflichen Umfeld habe ich nebst der Architektur auch mit Innenausbau und Möbelgestaltung zu tun – da kann ich das Gelernte perfekt anwenden.

Neben deiner Tätigkeit im eigenen Architekturbüro kreierst du Designobjekte aus Glas, die an zahlreichen Ausstellungen zu bestaunen sind. Magst du uns mehr darüber erzählen?
Ich suchte einen kreativen Ausgleich zu der Arbeit im Architekturbüro, weil dort die Arbeit immer mehr durch Vorschriften und Reglemente beeinträchtigt wird. Da habe ich im Jahr 2010 die 2-jährige Ausbildung in Glasbearbeitung absolviert und anschliessend mein eigenes Glasatelier eingerichtet. Hier gefällt mir, dass nur das Material Glas mit seinen Eigenschaften die gestalterischen Grenzen bestimmt. Vor zwei Jahren wurde ich von einer Galerie aus Berlin angefragt, ob sie meine Werke an Kunstmessen weltweit ausstellen dürfen.

Was ist besonders herausfordernd beim Arbeiten mit Glas?
Ich bearbeite das Glas im kalten Zustand und schmelze es anschliessend im Ofen zu Bildern oder Objekten zusammen.  Da ist es jedes Mal eine Überraschung, wie das Endprodukt aussehen wird, da in den Schmelzprozess nicht mehr eingegriffen werden kann und man einfach die ca. 30 Stunden warten muss, bis der Ofen wieder abgekühlt ist und man ihn öffnen kann.

Woher nimmst du deine Inspiration für deine Kreationen?
Ich lasse mich von den unzähligen Strukturen und Texturen, welche in der Natur vorkommen, inspirieren. Makro-Aufnahmen oder Satellitenbilder geben ebenfalls interessante Inspirationen.

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