Kanton St.Gallen – Gewerbliches Beruf- und Weiterbildungszentrum St.Gallen

22. Juni 2020

Greifarm für PET-Flaschen entwickelt

 

Eine ausgezeichnete Projektarbeit gibt es bei den Informatikern Applikation EFZ in der Klasse INAI2a zu erwähnen, wie Lehrperson Markus Vogel erzählt. Im Modul M121 «Steuerungsaufgaben bearbeiten» wurde das Mikrokontrollersystem Arduino zur praktischen Umsetzung von einfachen Steuerungsaufgaben eingesetzt. Die Lernenden Basil Bader und Jan Kläger haben sich dabei selbst die Aufgabe gestellt, einen Roboterarm zu entwickeln und mit Arduino anzusteuern. Das Ziel: Der Roboterarm soll eine PET-Flasche greifen und gezielt platzieren können.
«Die erste Frage, welche es zu klären gab, war aus welchem Werkstoff der Arm gefertigt sein sollte. Diese Frage war schnell geklärt und wir konnten uns darauf einigen, dass wir den Arm hauptsächlich aus 4mm dickem Sperrholz fertigen und den Greifer mit dem 3D-Drucker ausdrucken werden», erzählen die Lernenden. «Danach mussten wir uns noch entscheiden, wo wir die Servomotoren platzieren sollen. Auch hier war es schnell klar. Weil starke Servos teuer sind und wir nicht möchten, dass der Arm auf einmal umkippt, haben wir uns entschieden, dass wir die Servos möglichst tief platzieren möchten, damit wir weniger starke Servos brauchen und auch einen möglichst grossen Bewegungsbereich ausnützen können.» Es sollten aber auch Herausforderungen und viele Error-Meldungen auf die beiden Lernenden warten, wie sie weiter in ihrer Dokumentation festgehalten haben. Die beiden freuen sich über die spannenden Erfahrungen, die sie machen durften und hoffen, dass sie bald wieder ein Projekt durchführen können.
Bestandteil des Projekts waren der Entwurf des Roboterarms, Konstruktion des Roboterarms unter Einsatz modernster Technologien, Aufbau der notwendigen Elektronik zur Steuerung der Servos von Arduino, Entwicklung einer Programmierumgebung für den Roboterarm sowie Programmierung der Robotersteuerung. «Basil und Jan haben dieses anspruchsvolle Ziel auch unter den erschwerten Umständen des Fernunterrichts erreicht», so ihr Fachlehrer und fügt hinzu: «Sie haben mit viel Eigeninitiative eine herausragende interdisziplinäre Leistung gezeigt.»