Innovation beginnt mit einem Problem
Wie entstehen eigentlich erfolgreiche Innovationen? Und weshalb gründen Menschen Start-ups, die ganze Branchen verändern? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Informatik-Lernenden des 3. Lehrjahres am Innovation Day 2026 im Innovationspark Ost in St.Gallen. Dabei erhielten sie spannende Einblicke in die Welt von Innovation, Unternehmertum und Start-ups.
Am Innovation Day zeigten die Referierenden anhand ihrer eigenen Erfahrungen auf: Innovation beginnt nicht mit einer Idee, sondern mit einem Problem. Erfolgreiche Start-ups entstehen dort, wo Menschen Herausforderungen erkennen und Lösungen entwickeln, die einen echten Mehrwert schaffen. Wer ein Unternehmen gründen möchte, sollte deshalb nicht zuerst nach einer Idee suchen, sondern aufmerksam beobachten, welche Probleme Menschen im Alltag beschäftigen oder immer wieder frustrieren.
«Zeige, warum das Produkt wichtig ist»
Ein weiterer zentraler Gedanke ist der Design-Thinking-Ansatz: Bevor eine Lösung entwickelt wird, muss zuerst das Problem wirklich verstanden werden. Erst wenn die Bedürfnisse der Zielgruppe bekannt sind, kann eine Innovation entstehen, die tatsächlich einen Unterschied macht. Die Referenten Leonardo Moretti und Florian Wahl vom St.Galler Softwareunternehmen adminity brachten es mit einer einfachen Aussage auf den Punkt: «Zeige nicht, was dein Produkt macht – zeige, warum es wichtig ist.»
Diesen Grundsatz werden die Lernenden spätestens nach den Sommerferien weiterverfolgen. Im Dezember pitchen sie dann in Gruppen ihre eigene Geschäftsidee vor einer externen Jury. Letztes Jahr zeigten die Informatik-Lernenden in Anlehnung an das bekannte TV-Format «Höhle der Löwen»: Oft sind es alltägliche Herausforderungen, die grosses Potenzial für neue Ideen bieten.
Die Ei-Challenge
Am Nachmittag wurde es am Innovation Day 2026 praktisch: Die Lernenden mussten nicht einfach stillsitzen, sondern formulierten eigene Problemstellungen. Sie prüften diese kritisch und lernten, dass ein gutes Innovationsprojekt nicht mit einer fertigen Lösung beginnt.
Die Ei-Challenge zeigte auf spielerische Weise, wie Kreativität, Teamarbeit und begrenzte Ressourcen zusammenspielen – und weshalb es entscheidend ist, zuerst die Ausgangslage richtig zu verstehen. Eingewickelt in mehrere Papiere und mit Klebeband befestigt, musste das Ei einem Fall aus luftiger Höhe standhalten.
Der Innovation Day 2026 macht deutlich: Innovation ist keine Frage des Zufalls. Vielleicht entstand an diesem Tag im Innovationspark Ost bereits die Idee für den passenden Prototyp, den es im Dezember vor einer externen Jury zu pitchen gilt.