Wieder mehr Lernende auf dem flexiblen Weg zur Berufsmaturität
Jetzt wird die BM2flex kreativer: Neben Klassen in Technik, Architektur, Life Sciences (TALS), Gesundheit und Soziales (GESO) sind erstmals Lernende in Gestaltung und Kunst (ARTE) gestartet. Die flexible Berufsmaturität nach der Lehre (BM2flex) erlaubt es, einem maximalen Arbeitspensum von 60 Prozent nachzugehen.
Mit ihrem flexiblen Konzept und klaren Strukturen ermöglicht die BM2flex, die Berufsmaturität in zwei Jahren berufs-, familien- oder sportbegleitend zu erreichen. Das kommt bei den jungen Erwachsenen gut an. Auch aufs Schuljahr 2026/2027 hin, sind die Lernendenzahlen wieder leicht gestiegen.
Knapp 20 Lernende wurden von den BM2flex-Dozentinnen Olivia Büchel und Rafaela Fuchs in der Ausrichtung ARTE begrüsst. Nachdem sich die Lernenden auf Moodle eingerichtet hatten, bestand eine Aufgabe darin, Miniatur-Knetobjekte zu erstellen, die sie selbst beschreiben oder einen persönlichen Bezug zu ihnen haben.
Die beiden Grafiker Fabio und Moriz kennen sich bereits aus dem gemeinsamen Berufskundeunterricht an der GBS St. Gallen. Beide schätzen an der BM2flex die Möglichkeit, Arbeits- und Schulalltag miteinander zu vereinbaren. Moriz arbeitet aktuell mit einem 60-Prozent-Pensum in seinem Lehrbetrieb weiter und sagt: «Ich will die Berufsmatura für ein allfälliges späteres Studium in meinem Rucksack haben.»
Mit der Berufswelt verknüpfen
Dozentin Olivia Büchel freut sich auf die Projekte, die sie während des ARTE-Präsenzunterrichts direkt im Schulhaus Bild zu sehen bekommen wird. «Zwar begleiten wir die Lernenden auch unter der Woche online, doch bei den Arbeiten, die sie zuhause umsetzen, werden bestimmt einige schöne Überraschungen auftauchen», sagt Olivia Büchel.
Rafaela Fuchs ist besonders gespannt auf das erste Semester, in dem sie Zeichnen unterrichten darf. Im Präsenzunterricht mit den Berufstätigen aus der Design- und Kunstszene will sie das Spielerische ausleben. Die Lernenden erarbeiten sich die Theoriegrundlagen über Moodle selbst, «und vor Ort können wir coole Übungen wie Blindzeichnen oder Zeichnen mit verdrehten Händen ausprobieren.»
Dass die Lernenden zusätzlich zur BM2flex ARTE einem Arbeitspensum von maximal 60 Prozent nachgehen, werde sich auch auf die Projekte auswirken, glaubt Rafaela Fuchs. «Sie können ihre Aufgaben direkt mit der Berufswelt verknüpfen», erklärt sie.
Exklusiv für Spitzensportler:innen
Insgesamt sind etwas mehr als 130 Lernende in ihr BM2flex-Abenteuer gestartet. Die Anmeldungen verteilen sich auf drei Klassen GESO, zwei TALS und je eine ARTE sowie Sportflex. Um gerade Spitzensportler:innen einen noch höheren zeit- und ortsunabhängigen Lernanteil zu ermöglichen, wird ein BM2Sportflex-Lehrgang als weiterführendes Projekt aus der IT-Bildungsoffensive des Kanton St.Gallen angeboten.
Bereits vor den Sommerferien wurden die zwölf Spitzensportler:innen zum Kickoff geladen. Manon, Fussballerin beim FC Rapperswil-Jona und gelernte Bankkauffrau, sieht Vorteile im neuen Modell: «Training, Arbeit und Schule unter einen Hut zu bringen, ist anspruchsvoll. Aber ich habe das Gefühl, dass es dank der Flexibilität gut funktionieren wird. Ich bin nicht an fixe Schultage und Schulzeiten gebunden und kann viel von zu Hause aus erledigen.»
Diese Flexibilität ist in jeder BM2flex-Ausrichtung mit Anforderungen an die Lernenden geknüpft. Disziplin, Ausdauer und eine gute Selbstorganisation bilden die Grundlage für den Erfolg.